„Textile Erinnerungen“ im Textilwerk Bocholt

"Berliner Familie" nennt die japanische Künstlerin Kaoru Hirano diese drei Kunstobjekte.Foto: LWL/Holtappels

Bocholt (lwl). Zu einer Führung durch seine Sonderausstellung „Textile Erinnerungen | Remembering Textiles“ lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag (13.11.) um 15 Uhr in sein Textilwerk in Bocholt ein. Dort lernen die Besucher die Werke der Künstlerinnen Gali Cnaani (*1968) aus Israel und Kaoru Hirano (*1975) aus Japan kennen. Deren textile Kunst ist bis zum 29. Januar 2017 in einem historischen Spinnsaal des LWL-Industriemuseums zu sehen.

Beide Künstlerinnen verbindet ihr radikaler Ansatz, Kleider bis auf die Fäden aufzulösen und mit den offengelegten Strukturen Neues zu schaffen. Sie gehen beide von Second-Hand-Kleidung aus, die sie auf unterschiedliche Art auflösen und weiterverarbeiten. Die Präsentation in Bocholt ist so aufgebaut, dass die künstlerischen Positionen in einen Dialog treten. Die Ausstellung gliedert sich inhaltlich in vier Bereiche, die jeweils einem Thema der Kunst von Cnaani und Hirano gewidmet sind.

Besucher zahlen nur den normalen Museumseintritt. Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich.

Textile Erinnerungen | Remembering Textiles
Kaoru Hirano I Gali Cnaani
2. Oktober 2016 – 29. Januar 2017
Textilwerk Bocholt I Spinnerei
Industriestraße 5, 46395 Bocholt
Di-So sowie an Feiertagen 10-18 Uhr

LWL-Industriemuseum – Textilmuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt