Rückbauarbeiten am geschützten Spinnereigebäude „Weisse Dame“

Spinnerei F. der Gerrit van Delden & Co („Weisse Dame“) vor den Rückbauarbeiten. Foto: rottenplaces Archivfoto

Gronau (pm/aw). Ende September rollten bei der Spinnerei F. der Gerrit van Delden & Co („Weisse Dame“) schwere Bagger auf den Hof. Diese begannen mit den Abrissarbeiten am Nordturm. Vor dem Beginn der Arbeiten wurde unter Einbeziehung der Denkmalschutzbehörde die gesamte Substanz der Weißen Dame überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass der Nordturm des Gebäudes abgerissen werden muss, da die Substanz nicht mehr zu sanieren ist. Mit diesen Arbeiten hat ein Bagger am Dienstagmorgen begonnen. In den nächsten Tagen wird der Turm komplett abgetragen, um später wieder neu errichtet zu werden.

Auch bei den Außenwänden ist zu sehen, dass es weiter vorangeht. Diese sind mittlerweile mit einer Fassadenabfangung gesichert. Die Fassade aus Holz nimmt die Belastung des Windes auf, sodass alles für die weiteren Arbeiten abgesichert ist. Denn der Teil, der nicht von der Fassadenabfangung verdeckt ist, wird ebenfalls abgetragen und später neu aufgebaut. Der Abriss der nicht zu rettenden Bausubstanzen ist notwendig, um das gesamte Gebäude zu schützen bzw. zu erhalten. Außerdem ist dies eine Vorbereitung für die denkmalgerechte Sanierung im Anschluss.

Das Ziel ist es, das denkmalgeschützte Gebäude in seiner prägenden Gestalt zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Anschließend ist ein Nutzungsmix aus Wohnen, einer stationären Pflegeeinrichtung, einer Kita sowie weiteren Pflegeangeboten und Dienstleistungen vorgesehen.

Seit fast drei Jahrzehnten standen die Gebäude der ehemaligen Spinnerei leer. Viele Kozepte zur Nach- bzw. Umnutzung schulgen fehl. Das Kesselhaus wurde bereits vor einem Jahr abgerissen, später das alte Pförtnerhaus an der Bentheimer Straße. Beide Gebäude hatten nicht unter Denkmalschutz gestanden. Nun sollen aus der Substanz ein Wohnkomplex, Plegezentrum und Kindertagesstätte und Gastronomie geformt werden.