Mauerwerkssanierung an der Klosterschule in Roßleben

Roßleben (dsd/aw). Vor 20 Jahren förderte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bereits einmal die Klosterschule in Roßleben, damals den Mittelrisalit am Hauptgebäude. Nun stellt die spendensammelnde Einrichtung 35.000 Euro für die Sanierung des Bruchsteinmauerwerks und weitere Werksteinarbeiten zur Verfügung. Möglich wurde die Förderung durch zahlreiche Spenden sowie die Erträge der Lotterie GlücksSpirale. Bereits im Mittelalter gab es in Roßleben ein Kloster, dessen Schulgebäude nach einem Brand 1686 schrittweise abgerissen und 1740/1742 durch einen repräsentativen Neubau ersetzt wurden.

Die dreigeschossige Dreiflügelanlage mit Mansarddächern ist um einen quadratischen Hof gruppiert, an dessen Nordseite vermutlich einst die Klosterkirche stand, die Ende des 19. Jahrhunderts für ein neues Bibliotheksgebäude abgerissen wurde. Den zur Unstrut gelegenen Südflügel des Schlosses hat man als Schauseite ausgestaltet. Er weist einen konvex gerundeten, dreiachsigen Mittelbau mit ionischen Kolossalpilastern auf. Das Portal rahmen schräggestellte Doppelpilaster. Ein Wappen des Bauherrn ziert den Giebel, ein Dachreiter bekrönt den Bau. Die dreiachsigen Seitenrisalite sind schlicht ausgeführt. In der Mitte der Seitenflügel befinden sich Tordurchfahrten. Im Inneren sind beidseitig dieser Durchfahrten eine Pfeilerhalle und Treppen erhalten.

Zum Schulkomplex gehört auch das Haus „Aqua“, ursprünglich ein Mädchenwohnheim. Die Fassade des zweigeschossigen, steinsichtigen Baus aus dem 19. Jahrhundert betont ein Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel. Weitere Schmuckelemente sind die Eckquaderungen, die profilierten Geschossgesimse und die Natursteingewände der Fenster. Das Dach ist als Walm auf einem Drempel ausgeführt. Zuletzt gehört zum Gesamtensemble auch noch ein Lehrerwohnhaus und die Klosterpfarre. Dieser zweigeschossige, steinsichtige Bau entstand 1650. Das Lehrerwohnhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert. Alles umschließt eine zur Anlage gehörende Klostermauer.