LWL unterstützt „Heimkehr“ des Stahl-Bungalows ans Hoesch-Museum

Hinter dem Hoesch-Museum, auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte, soll im kommenden Jahr der Stahl-Bungalow aus Hombruch aufgestellt werden. Dort nahm Oberbürgermeister Thomas Westphal (2.v.re.) am Freitag den Förderbescheid von LWL-Direktor Matthias Löb (2.v.li.) entgegen. Neben ihm: Isolde Parussel (Leiterin des Hoesch-Museums) und Dr. Karl Lauschke (li., Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums). Foto: Dortmund Agentur/ Gorecki

Dortmund (pm/aw). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt das Hoesch-Museum mit knapp 140.000 Euro dabei, ein stählernes Hoesch-Fertighaus aus dem Jahr 1965 von seinem aktuellen Standort in Hombruch zum Museumsgelände in die Dortmunder Nordstadt zu versetzen. Am neuen Standort wird es nicht nur das größte Exponat des Hoesch-Museums, sondern auch ein Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Begegnungsort. Jetzt übergab LWL-Direktor Matthias Löb den Förderbescheid an Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal.

„Mit der Verlagerung des Hoesch-Bungalows gelingt eine sinnvolle Erweiterung in doppelter Hinsicht: Das Hoesch-Museum kann seine Vermittlungsarbeit ausbauen und zugleich ein begehbares Großobjekt aus dem Material präsentieren, um das es hier geht: Stahl. Es entsteht ein Begegnungsort, an dem man sich gerne trifft und wohlfühlt. Wir freuen uns, dass der LWL einen Beitrag zu neuen Qualitäten in der Dortmunder Nordstadt leisten kann“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb.

„Das Stahlhaus wird das Museum nicht nur als Original-Exponat und als Erweiterung des Ausstellungsraums bereichern. Es wird auch eine wichtige Scharnierfunktion im neu entstehenden Quartier auf dem Westfalenhüttengelände haben. So kann das Stahlhaus eine Brücke zwischen Gestern und Heute, zwischen Kultur und Alltag sein. Ich danke Ihnen herzlich für die Unterstützung“, so Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Die Förderung durch den LWL ist ein wichtiger Baustein in der Finanzierung des Projekts: Die für Anfang 2022 geplante Versetzung des Bungalows und Einrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte wird insgesamt geschätzt knapp 900.000 Euro kosten.

Weitere Fördermittel kommen aus dem Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen.“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW (250.000 Euro), der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (50.000 Euro) und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege (250.000 Euro). Der Trägerverein „Freunde des Hoesch-Museums“ selbst beteiligt sich mit mindestens 135.000 Euro.

Am neuen Standort an der Westfalenhütte wird das stählerne Fertighaus vom Typ „L141“, damals ein hochinnovatives Eigenheim, zu einem historisch bedeutenden Exponat der Sammlung – und mit 141 Quadratmetern Grundfläche zugleich zum größten. Es ist eines von insgesamt rund 200 in den 1960er-Jahren produzierten Stahl-Fertighäusern und gehört zur dritten und letzten Generation. In Hombruch errichtete Hoesch ab 1962 eine kleine Siedlung aus Stahlfertighäusern, in denen vor allem leitende Angestellte von Hoesch wohnten; einer der Bungalows steht aber auch auf der Insel Mallorca.

Die Translozierung des Gebäudes ist für Anfang 2022 geplant. Der Zeitplan sieht vor, das im Originalzustand erhaltene Stahlhaus am Hoesch-Museum im Herbst einzuweihen. Der Bungalow wird auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte stehen und vorerst nur über das Hoesch-Museum zugänglich sein.