LBEG genehmigt Gebäudeabriss auf ehemaligem Werksgelände Riedel

Der Hochbehälter auf dem Werksgelände des ehemaligen Bergwerks Niedersachsen-Riedel in Hänigsen. Foto: LBEG/Jörn Struwe

Hänigsen (pm/aw). Die K+S Minerals and Agriculture GmbH Inaktive Werke (K+S IW) plant wie im Bundesberggesetz vorgegeben, große Teile des Werksgeländes des ehemaligen Bergwerkes Niedersachsen-Riedel in Hänigsen wieder nutzbar zu machen. Dafür sollen der Wasserhochbehälter mitsamt ehemaliger Kantine und Mittelschaltanlage sowie das Pförtnergebäude fachgerecht zurückgebaut und entsorgt werden. Für die Abbruch- und Rückbauarbeiten hat das Unternehmen einen Sonderbetriebsplan beim LBEG eingereicht, den die Behörde nun zugelassen hat.

Das Ziel von K+S IW ist es, das Dritte weite Teile des ehemaligen Werksgeländes nachnutzen können. Dafür müssen diese Bereiche nach bergrechtlichen Vorgaben so wiederhergestellt werden, dass nach allgemeiner Erfahrung Gefahren für Leben und Gesundheit Dritter oder gemeinschädliche Einwirkungen durch den Betrieb nicht mehr eintreten werden. Um das zu erreichen, ist es unter anderem nötig, die Gebäude abzureißen und die betroffenen Flächen wiederherzurichten. Wenn die Bereiche entsprechend wiederhergestellt sind, endet die Bergaufsicht des LBEG.

Letztlich soll das ehemalige Werksgelände aufgeteilt und gewerblich genutzt werden. Lediglich der Schacht Riedel und die Schachthalle werden für die fortlaufenden Verwahrungsarbeiten am ehemaligen Bergwerk weiter von K+S IW genutzt und verbleiben dauerhaft unter Bergaufsicht. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Abrissarbeiten rund ein halbes Jahr dauern werden.

Der Schacht Riedel wurde ab 1905 abgeteuft und das Bergwerk 1909 in Betrieb genommen. 1996 wurde die Kali- und Steinsalzproduktion auf dem Werk Riedel eingestellt. In einer ersten Rückbauphase bis zum Jahr 2005 wurden bereits einige Flächen geräumt und für eine spätere Nachnutzung vorbereitet.