Kuratorenführung zu „Dampfzeit – Als die Loks noch rauchten“

Loks "064 491-4" und "078 246-6" vor der Burg Hohenzollern in Hechingen. Foto: Thomas Pflaum/dampfzeit-buch.de

Witten (lwl). Ins Dampfzeitalter können Besucher am Sonntag (4.12.) im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall eintauchen. Der Landschaftverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt ab 11 Uhr zur Kuratorenführung mit dem Fotografen Thomas Pflaum durch die Ausstellung „Dampfzeit – Als die Loks noch rauchten“ ein. Als ein Symbol der industriellen Revolution gingen Dampflokomotiven in die Geschichte ein. Über 140 Jahre lang zogen die majestätischen Schienenfahrzeuge Güterzüge oder beförderten Passagiere an ihr Reiseziel. Noch 1970, zur Zeit der Hochkonjunktur, unterhielt die Deutsche Bundesbahn über 1.600 Dampfloks.

Bereits sieben Jahre später endete die Ära der rauchenden Zugmaschinen bei der DB. Thomas Pflaum und Gerd Lübbering waren in den 1970er Jahren mit ihren Kameras entlang der Bahnstrecken unterwegs. Ihre wiederentdeckten und digitalisierten Schwarz-Weiß Fotografien zeigen Züge vor dunstverhangenen Zechen, im Bahnbetriebswerk auf ihren nächsten Einsatz wartend, bei der Einfahrt in rußgeschwärzte Bahnhöfe oder mit mächtigem Dampfschweif auf freier Strecke.

Bei der Kuratorenführung geht Pflaum auch auf die Entstehung der Fotografien ein: „Mit Teleobjektiven mussten wir uns vor dem Heranrollen des Zuges ein Bild über die optimale Position zum Fotografieren machen. Eine Korrekturmöglichkeit gab es nicht. Im heimischen Badezimmer, vollständig verdunkelt, wurden die Filme entwickelt und die Negative anschließend im Heizungskeller vergrößert.“

Teilnehmer der Führung zahlen nur den normalen Museumseintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Nachtigallstr. 35
58452 Witten