Künstleraufruf für das Festival ibug 2018 in Chemnitz

ibug 2018 in der ehemaligen SPEMAFA. Foto: André Winternitz, rottenplaces.de

Chemnitz (aw). Auch in diesem Jahr kommt das Bunte wieder ins Dreckige. Die letzte ibug (Industriebrachenumgestaltung) in den verfallenen Hallen des ehemaligen VEB Spezialmaschinenfabrik, kurz SPEMAFA, liegt gerade wenige Monate zurück, da erfreut der Veranstalter des renommierte Festival für urbane Kunst und Kultur mit der Ankündigung der diesjährigen Episode – wieder in Chemnitz – und startet sogleich einen Künstleraufruf. Zwei Wochenenden lang – vom 24. bis zum 26. August sowie vom 31. August bis zum 2. September – können lokale und internationale Besucher, Neugierige und Kunstliebhaber die Symbiose aus Malerei und Graffiti, Illustrationen und Installationen, Performance und Multimedia bestaunen.

Für das diesjährige Festival werden nun wieder Kreative aus der ganzen Welt gesucht, die das diesjährige Objekt mit Farbe und Leben füllen. Wer als Künstler teilnehmen möchte, bekommt jetzt seine Chance. Interessierte können sich bis zum 15. Februar mit Vita, Kontaktdaten (Wohnort, Mail, Homepage) und drei Fotos der eigenen Arbeiten per Mail an artist@ibug-art.de bewerben.

2017 war nach Angaben des Veranstalters das erfolgreichste Jahr seit der Gründung der ibug. Mehr als 15.000 Besucher kamen für die ibug nach Chemnitz in die ehemalige SPEMAFA (wir berichteten). Zudem begeisterten die Macher mit eigens dafür ausgearbeiteten Führungen mehr als 1000 Schüler der Region für die Kunst der Gegenwart. Nachdem das letzte Jahr alle Erwartungen übertroffen hat, bleibt die ibug 2018 in der „Stadt der Moderne“ und stürzt sich voller Elan auf ein neues Objekt. Ab Mitte August wird wieder eine Chemnitzer Industriebrache zum Spielplatz und Schmelztiegel der Kreativität für mehr als 130 Künstler aus aller Welt.

2006 startete die ibug auf Initiative des Künstlers „Tasso“ in Meerane (Landkreis Zwickau), der nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten suchte. Aus der ersten Industriebrachenumgestaltung entwickelte sich über die Jahre ein hochklassiges Event, welches weit über die Bundesrepublik hinaus bekannt ist. Traditionell am letzten Augustwochenende wird dafür eine Brache in Westsachsen als temporäre Ausstellung freigegeben. Im Fokus der internationalen Künstler steht das Experiment mit Genres, Materialien und Techniken ebenso wie die Vergangenheit der Brache und ihre Architektur.

Weitere Informationen zur ibug gibt es online auf www.ibug-art.de. Auch in diesem Jahr erwartet die Besucher ein buntes Festivalprogramm u.a. mit Führungen und Filmen, Diskussionen und Künstlergesprächen, einem Kunstmarkt und Partys. Zwischen den Festivalwochenenden sind außerdem Angebote für Schulklassen geplant.