Kornspeicher von Gut Süschendorf bei Nahrendorf wird saniert

Kornspeicher von Gut Süschendorf. Foto: Franziska von Dewitz

Nahrendorf (pm/aw). An der Gesamtsanierung des Kornspeichers von Gut Süschendorf bei Nahrendorf beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale mit 80.000 Euro.

Östlich von Lüneburg und südlich der Elbe liegt die zu Dahlenburg gehörende Gemeinde Nahrendorf. Dort befindet sich – von Laubwald umgeben – der Gutshof Süschendorf mit seinen Wirtschaftsgebäuden.

Es handelt sich um ein ehemaliges Rittergut der Familie von Spoercken, die zum niedersächsischen Uradel gehört. Es war seit 1483 im Besitz der Familie, die es meist von Pächtern bewirtschaften ließ und nicht selbst dort wohnte. Daher fehlt das repräsentative Herrenhaus. Ältestes erhaltenes Gebäude ist eine Längsdurchfahrtsscheune von 1661. Der Kornspeicher wird auf um 1780 datiert, eine weitere Scheune stammt aus der Zeit um 1800. Das ursprünglich in der Mitte der Anlage stehende Pächterwohnhaus wurde nach einem Brand 1945 durch einen Neubau ersetzt.

Unter den Wirtschaftsgebäuden aus Fachwerk ist neben der gewaltigen Walmdachscheune des 17. Jahrhunderts der ehemalige Kornspeicher hervorzuheben, der sich auf rechteckigem Grundriss in zwei Geschossen erhebt und von einem Pfannensatteldach abgeschlossen ist. Besonderheit ist die erhaltene historische Uhr mit einer Glocke auf dem Dach, die Pächter und Bediensteten auf dem Gut einst den Arbeitsrhythmus anzeigte.