Kein Hohlraum im Kurpark Bad Schlema

Im Kurpark von Bad Schlema wurden die ersten Bohrlöcher verfüllt. Foto: Wismut GmbH

Bad Schlema (pm/aw). Die Wismut GmbH hat jetzt mit entscheidenden Schritten zur Sicherung des abgesperrten Bereiches am Floßgraben im Kurpark Bad Schlema begonnen. Diese Maßnahmen erfolgen als Reaktion auf routinemäßige Messungen, die am 1. November 2023 einen potenziellen Hohlraum im Untergrund signalisierten. Die betroffene 300 Quadratmeter große Fläche wurde daraufhin gesperrt, da ein schachtartiger, verfüllter Grubenbau in diesem Bereich das Risiko eines möglichen Tagesbruchs mit sich brachte.

In den vergangenen Wochen wurden insgesamt 14 Bohrungen, sowohl innerhalb als auch im unmittelbaren Umfeld der Schachtröhre, niedergebracht. Diese Bohrungen, die Tiefen von bis zu 40 Metern erreichten, dienten der genauen Untersuchung des betroffenen Bereichs. Bei keiner Bohrung konnte ein bedeutender Hohlraum festgestellt werden. In der kontrollierten Schachtröhre wurden lediglich Lockermassen nachgewiesen.

Um daraus resultierende Setzungen, insbesondere am Rand des Floßgrabens, auf ein Minimum zu reduzieren, wird der betreffende Abschnitt nun mit Beton verfüllt bzw. verpresst. Durch diese Maßnahme sollen die Lockermassen stabilisiert und der Porenhohlraum verringert werden. Im Anschluss wird eine vertikale Bohrung durchgeführt, um die Effektivität der Sicherungsmaßnahmen zu kontrollieren.

Der Kurpark Bad Schlema liegt auf einem Gebiet, das besonders stark vom frühen Uranbergbau der 1940er und 50er Jahre beeinflusst wurde. Aufgrund der schweren Bergschäden mussten der Ortskern von Oberschlema sowie die dort errichteten Kuranlagen im Jahr 1952 aufgegeben und abgerissen werden.

Durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen der Wismut GmbH wurden die Schäden des Bergbaus unter und über Tage weitgehend beseitigt. Dennoch bleibt ein Restrisiko für bergbaubedingte Bodenbewegungen. Aus diesem Grund betreibt die Wismut GmbH ein umfangreiches Überwachungsprogramm. Es dient unter anderem dazu, Vorzeichen möglicher Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen frühzeitig einzuleiten.