HO Kulturstätte „Waldschlösschen“

1916 wurde das Gebäude in Röderau erbaut und war in Privatbesitz. Dieses wurde während der nationalsozialistischen Diktatur 1933 bis 1945 als Offizierskasino der Wehrmacht betrieben. In den 1960er Jahren formte man das Ensemble als HO Kulturstätte mit dem Namen „Waldschlösschen“ um und organisierte dort Tanzveranstaltungen, Hochzeiten, Einschulungs- und Betriebsfeiern. Später veranstaltete die FDJ Konzertabende für die Jugend, die allerdings nur gering besucht wurden.

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1978 bis 1991 organisierte Detlef Hesse – der über hervorragende Kontakte in die ostdeutsche Musikszene verfügte – Musikonzerte. Der „Rockschuppen“ machte sich in der gesamten Republik einen Namen und wurde zu einem Treffpunkt für junge Menschen. Nach der Wende wollte Hesse das Gebäude von der Treuhand kaufen. Die Pläne scheiterten jedoch, da die Gesellschaft einem Verkauf nur zustimmen wollte, wenn Hesse das dort arbeitende Personal übernehmen würde. Somit musste der Betrieb eingestellt werden und die „Szenestätte“ wurde geschlossen.

Quellen: Wikipedia, Gemeinde Zeithain

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Dokument erstellt am 30.08.2015
Letzte Änderung am 30.08.2015

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.