Grundsteinlegung für das Ostgebäude des Bundesgerichtshofs

Bonn/Karlsruhe (pm/aw). Auf dem Stammsitz des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe wurde jetzt der Grundstein für den Neubau des Ostgebäudes gelegt. Die Zeremonie fand in Anwesenheit des Bundesministers der Justiz, Dr. Marco Buschmann, und des baden-württembergischen Finanzministers, Dr. Danyal Bayaz, statt. Das Gebäude wird Platz für zwei Gerichtssäle und 130 Arbeitsplätze bieten.

Der Neubau für den Bundesgerichtshof entsteht durch den Landesbetrieb Bundesbau Baden-Württemberg im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Bauherrin und Eigentümerin. Aufgrund gestiegener Mitarbeiterzahlen und notwendiger Sanierungsarbeiten am sogenannten Westgebäude wurde ein Teil der Senate und der Verwaltung auf Liegenschaften innerhalb von Karlsruhe verteilt. Diese kehren mit der Realisierung des Neubaus insgesamt auf das Gelände des Bundesgerichtshofs zurück.

Wichtiger Schritt, um Standorte wieder zusammenzuführen

Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Bettina Limperg: „Der Neubau Ost ist neben der Sanierung des Westgebäudes ein wichtiger Schritt, um die unterschiedlichen Standorte des Bundesgerichtshofs innerhalb von Karlsruhe wieder zusammenzuführen. Wir schaffen den nötigen Platz, um die Arbeit des Bundesgerichtshofs zu bündeln und weiter zu stärken.“

Weiterer Grundstein für unsere Rechts- und Freiheitsordnung

Bundesminister der Justiz, Dr. Marco Buschmann: „Die Fundamente des Rechts müssen gut gegründet sein – gerade in Zeiten wie diesen. Wenn wir heute den Grundstein für ein neues Gebäude des Bundesgerichtshofs legen, legen wir damit auch einen weiteren Grundstein unserer Rechts- und Freiheitsordnung. Ich bin dankbar für die unverzichtbare Arbeit, die unsere obersten Bundesgerichte jeden Tag im Dienste des Rechtsstaats leisten.“

An der feierlichen Grundsteinlegung haben neben dem Bundesminister der Justiz und dem Finanzminister aus Baden-Württemberg auch der Vorstandssprecher der BImA, Dr. Christoph Krupp, und der Oberbürgermeister von Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, teilgenommen.

Kubisches Gebäude samt Tiefgarage

Die Bauarbeiten für den Neubau haben bereits im Januar begonnen. Entworfen wurde das Gebäude von dem Architekturbüro h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH Stuttgart, das aus dem Realisierungswettbewerb von 2016 als erster Preisträger hervorgegangen war. Das kubische Gebäude fügt sich mit seiner ruhigen und unaufgeregten Architektursprache in die Gesamtstruktur der vorhandenen Anlage um das historische Erbgroßherzogliche Palais ein.

Das Gebäude entsteht auf dem ehemaligen Parkplatz des Bundesgerichtshofs, der teilweise mittels einer Tiefgarage unterirdisch in den Bau integriert werden wird. Insgesamt bietet das Gebäude 5.705 Quadratmeter Nutzungsfläche auf vier Etagen und in einem Untergeschoss. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das vierte Quartal 2025 vorgesehen. Die voraussichtlichen Baukosten betragen rund 70 Millionen Euro.