Freibergs Welterbe wird sichtbar

Freiberg (aw). Die Freiberger Altstadt ist Teil des UNESCO-Welterbes „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“. Das soll jetzt auch vor Ort auffallen. Welterbe-Objekte in Freiberg werden in den kommenden Tagen beschildert und damit als Welterbe-Bestandteile sichtbar gemacht. Denn zu zeigen, welche Gebäude den Titel seit 2019 tragen, hat sich die Stadt Freiberg gemeinsam mit dem Fremdenverkehrsverein zur Aufgabe gemacht. Insgesamt 14 Gebäude hat der Welterbeverein dafür ausgewählt. Bestehende Informationsschilder werden um einen Hinweis auf den Welterbe-Titel ergänzt. Geschafft sind bereits zehn Stück, u. a. am Rathaus, Schloss Freudenstein, Oberbergamt und der Nikolaikirche. Die Stadt finanziert die Schilder anteilig.

„Wir sind stolz auf den Status der Freiberger Altstadt als Bestandteil des UNESCO-Welterbes und möchten Besucher unserer Stadt auf diese Besonderheit hinweisen“, erklärt Dr. Jens Grigoleit, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Freiberg e.V., das gemeinsame Projekt. „Der Welterbe-Status ist eine große Chance für unsere gesamte Region. Es ist wichtig, ihn sichtbar und damit bekannter zu machen. Dank der Unterstützung des Fremdenverkehrsvereins konnten wir damit zügig beginnen“, ergänzt Babett Erler, Leiterin des Bereichs Tourismus bei der Stadt Freiberg, und freut sich über die gute Zusammenarbeit – nicht nur bei diesem Projekt. Dank der insgesamt konstruktiven Zusammenarbeit der Freiberger Akteure im Bereich Tourismus konnte die Zeit der Corona-Pandemie – Gastgeber, Gastronomen, Händler – viele sind von Kurzarbeit und Schließungen betroffen – genutzt werden, um neue Projekte an den Start zu bringen. Denn Freiberg hat sich zum Ziel gesetzt, das Potential des Welterbetitels auszuschöpfen. Die Stadt hat die Welterbe-Angebotspalette erweitert und bereitet aktuell Freibergs Präsentation bei der ITBNow als Onlinemesse vor. Darüber hinaus soll Wissen zur Welterbestätte vermittelt und damit ihr außergewöhnlicher universeller Wert bekannter gemacht werden.

Wissen vermitteln sollen künftig – neben den Schildern an einzelnen Gebäuden – auch drei Informationsstelen. Die Stadt Freiberg plant, diese gemeinsam mit dem Welterbeverein in der Altstadt zu erreichten. Sie werden über Hintergründe zum Welterbe „Montanregion Erzgebirge/Krušnohori” berichten und Freibergs bedeutende Rolle darin beleuchten. Geplante Standorte sind der Obermarkt, der Untermarkt und der Petriplatz.