Fotoausstellung „Ein Denkmal im Verfall“ im Glasmuseum

Impression der ehemaligen Glashütte Süßmuth. Foto: privat

Immenhausen (aw). Ungewöhnliche, spannende Motive lassen sich in alten Fabrikgebäuden finden. „Lost Places“ werden verlassene Orte genannt, die überall auf der Welt die Fotografen anlocken. Mit Anne Jellonek, Reinhold Kilbinger und Walter Schartel machen sich drei Hobby-Fotografen auf die Jagd nach den interessantesten Ansichten, die die seit 20 Jahren leerstehende Produktionshalle der ehemaligen Glashütte Süßmuth in Immenhausen (Landkreis Kassel) bietet. Und mit den Augen der Fotografen sehen sie mehr als nur den Schandfleck in Immenhausen, sie entdecken aus ihrer Perspektive eine Ästhetik, die im Detail liegt.

Die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände am Glasmuseum erinnern nur noch wenig an die ehemalige Manufaktur und ihre ursprüngliche Nutzung: Schmelzöfen sind abgebaut, Scheiben eingeschlagen, Wände mit Graffitis besprüht. Von der einst erfolgreichen Glashütte, in der hochwertige Trinkglasserien, Vasen, Schalen und andere mundgeblasene Artikel hergestellt wurden, ist nicht mehr viel übrig. Umso spannender ist das, was die Fotografen bei ihren Streifzügen über das Gelände und durch die leerstehenden Hallen noch entdecken konnten: verlassene Räume, Relikte der Glasmacherkunst, persönliche Gegenstände der Glasmacher, verlassen und verloren in den teilweise verwunschen anmutenden Gebäuden.

Beeindruckende Fotos sind bei diesen Touren entstanden, die einen sehr ästhetischen Blick auf den Verfall des Kulturdenkmals mit seinem morbiden Charme geben. Eröffnung der Ausstellung am 5. November 2016 um 15 Uhr. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Die Ausstellung läuft bis zum 29. Januar 2017.

Glasmuseum Immenhausen
Am Bahnhof 3
34376 Immenhausen
Telefon (05673) 2060
www.glasmuseum-immenhausen.de

Öffnungszeiten
Montag: geschlossen
Dienstag – Donnerstag: 10.00 -17.00 Uhr
Freitag – Sonntag: 13.00 -17.00 Uhr