Fördermittel für Restaurierung der Glashütte Süßmuth

Glashütte Süßmuth in Immenhausen. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mittring

Immenhausen (pm/aw). Dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Restaurierung der Fenster des Verwaltungs- und Ausstellungshauses der Glashütte Süßmuth in Immenhausen mit 80.000 Euro unterstützen.

Die Glashütte in Immenhausen hat eine über 100-jährige Geschichte. Hier wurden in handwerklicher Tradition bis in die 1990er Jahre anspruchsvolle Glasformen hergestellt, die internationale Anerkennung fanden. ln den 1970er Jahren wurde das Unternehmen nach einem damals innovativen Modell von den Mitarbeitern übernommen, musste aber 1996 dann doch die Produktion einstellen. Das Verwaltungs- und Ausstellungshaus aus den Jahren 1956/1957 ist der das Gesamtbild der Glashütte noch heute prägende Bau.

Das Haus rahmt den Eingangsbereich zur Hütte nach Norden hin. Es wurde zur Erweiterung des drei Jahre älteren Verwaltungsgebäudes als Winkelbau aus vier verschieden gestalteten Bauteilen errichtet. Ein eingeschossiger Eingangsbereich mit Glastür führt in den zweigeschossigen, durch schmale Betonlisenen gegliederten Ausstellungbau, der durch eine geschwungene Treppe mit Glasgeländer erschlossen ist. Ein niedriger zweigeschossiger Zwischenbau führt in die eigentlichen Verwaltungsräume. Dieser dreigeschossige Verwaltungsbau war vom Hof über einen eigenen Eingang erreichbar.

Nach zehnjährigem Leerstand soll das ehemalige Verwaltungs- und Ausstellungshaus nun zu einem Standort eines Berufsorientierungszentrums (BOZ) des Landkreises Kassel werden. Das bietet die Chance, in der Region junge Menschen für Ausbildungsplätze zu begeistern und vielen kleinen Handwerksbetrieben im Umfeld eine Vision für die Zukunft zu geben.