Erfolgreicher Umbau einer denkmalgeschützten Scheune

Waiblingen-Beinstein (dsd/aw). „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Waiblingen mit Herrn Joachim Eisenmann einen Käufer gefunden hat, der gleich zwei in ihrer Substanz sehr geschädigte Kulturdenkmale erhalten und darüber hinaus zusätzlichen Wohnraum schaffen wird“, sagte Ministerin Nicole Razavi MdL. Bei der Scheune (Rathausstraße 78) handelt es sich um einen eingeschossigen Bau mit Bruchsteinsockel und Fachwerkaufbau sowie einem zweistöckigen Dachwerk mit liegender Stuhlkonstruktion unter einem Satteldach. Dieses Gebäude ist Bestandteil einer Gruppe von kleineren Scheunen, die in einer Art „Scheunengasse“ hinter der Rathausstraße liegen und zum Bestandteil des historischen Ortskerns von Beinstein gehören.

Das entwickelte Nutzungskonzept sieht die Schaffung von drei Wohneinheiten vor. Die im rechten Winkel zueinanderstehenden Scheunen sollen im EG eine Wohnraumerweiterung für die große Scheune und im OG eine Terrasse für die kleine Scheune bergen. Bei der Planung wurde mit der Grundrissorganisation behutsam umgegangen; auf die ursprüngliche Scheuneninnengliederung wurde Rücksicht genommen. Dabei wurde die Tenne, die als zentraler Verlade- und Abstellplatz für den Heuwagen das Herzstück jeder Scheune bildet, zu einem lichtdurchfluteten Innenhof und im östlichen Abschnitt zu einem Esszimmer umgewidmet, dessen Lufträume den Blick bis zur Dachstuhlkonstruktion ermöglichen.

„In der ersten Tranche des Denkmalförderprogramms 2021 konnten bislang rund 4 Millionen Euro für 63 Denkmale im Land aus dem sog. Wettmittelfonds freigegeben werden. Die Mittel für die Scheune in Waiblingen-Beinstein mit knapp 37.000 Euro stammen ebenfalls aus dem sog. Wettmittelfonds“, so die Ministerin Nicole Razavi MdL bei der symbolischen Übergabe eines Schecks an den Eigentümer in Waiblingen-Beinstein.