Englisches Dorf im Berliner Spreepark wird abgebaut

Englisches Dorf im Berliner Spreepark. Foto: Frank Sperling

Berlin (pm/aw). Zur Vorbereitung der in diesem Jahr startenden Hauptbaumaßnahmen werden bis ins Frühjahr weitere einzelne Relikte des ehemaligen Freizeitparks für die spätere Sanierung und Transformation eingelagert oder zurückgebaut. Die Gebäude standen noch im Park und sind in der Nacht vom 10. auf den 11. August 2014 bei einem Großbrand zerstört worden.

Der Spreepark Berlin liegt nördlich des Plänterwaldes im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Er wurde 1969 unter dem Namen Kulturpark Plänterwald eröffnet und war mit jährlich etwa 1,7 Millionen Besuchern der einzige Freizeitpark der DDR. Nach der politischen Wende wurde der Spreepark seit 1991 zu einem Freizeitpark nach westlichem Vorbild umgestaltet, hatte aber besonders ab 1999 mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen; die Besucherzahlen brachen auf zuletzt 400.000 jährlich ein. Seit der Insolvenz des Betreibers und der Schließung 2002 liegt das Gelände brach und erlebte eine populärkulturelle Mythisierung. 2014 wurde es vom Land Berlin lastenfrei zurückgekauft, um es wieder einer Nutzung zuzuführen.