Einer auf Fototour …

… entdeckt auf einem riesigen brachliegenden Industriegelände ein kleines Kesselhaus aus der Gründerzeit. Dieses ist fast ganz zugewachsen, nur der rund zehn Meter hohe Schornstein ragt aus dem „Kreuzundquer“ hinaus. Im inneren ist fast nichts mehr zu finden, die Kessel sind natürlich lange ausgebaut worden. Nur ein völlig verrosteter Boiler steht noch an seinem Platz, aus dem zwei kleine Rohre heraus die Wand entlang führen und über einem Tor in der Decke verschwinden. Um diese Rohre und das Tor windet sich wilder Efeu – dieser kommt von außen und hat sich durch ein zerbrochenes Fenster seinen Weg gesucht. Zusammen mit dem bröckelnden Putz, der abplatzenden Farbe am Tor und dem Farbspiel der Rosttöne bietet sich einem ein völlig neues Bild. Dieses wirkt friedlich und unberührt, ja nahezu romantisch, sagt Einer.

„Einer auf Fototour“ – dies sind kleine, satirische Abrechnungen mit den Vorkommnissen und Erfahrungen bei den Fototouren. Immer wieder kommt der Autor in merkwürdige Situationen, erlebt komische Zufälle, lernt kuriose Menschen kennen und vieles mehr. Dies und anderes schreibt er hier als „Einer auf Fototour“ nieder – lässt andere daran teilhaben. Alles natürlich mit einem Augenzwinkern, viel Ironie aber immer mit der nötigen Bodenhaftung. Doch wer ist „Einer“? Nun, eventuell kommt ja „Einer“ darauf …