Einer auf Fototour …

… bekommt vom Wachschutz eine spezielle Führung über das Gelände und durch die Gebäude eines ehemaligen Klosters. Die trotz umgeschnallter Pistole und schusssicherer Weste sympathisch wirkenden Herren in Schwarz plaudern während der Begehung munter aus dem Nähkästchen. Das Fotografieren wurde im Vorfeld strengstens untersagt. Über 900 Anzeigen habe man (mit der Polizei) im letzten Jahr geschrieben, täglich werden Schaulustige, Geisterjäger, Abenteurer, Vandalen und sogar Familien mit Kindern dort aufgegriffen heißt es. Bei der Besichtigung fällt der Blick immer wieder auf mit Türen und ähnlichen Gegenständen künstlich angelegten „Barrikaden“ und überall herumliegenden Softair-Kugeln. Hier soll nicht fotografiert werden, um den Besucheransturm fernzuhalten, sondern um nicht auf die gepflegten Gewohnheiten des Wachschutzes aufmerksam zu machen, vermutet Einer.

„Einer auf Fototour“ – dies sind kleine, satirische Abrechnungen mit den Vorkommnissen und Erfahrungen bei den Fototouren. Immer wieder kommt der Autor in merkwürdige Situationen, erlebt komische Zufälle, lernt kuriose Menschen kennen und vieles mehr. Dies und anderes schreibt er hier als „Einer auf Fototour“ nieder – lässt andere daran teilhaben. Alles natürlich mit einem Augenzwinkern, viel Ironie aber immer mit der nötigen Bodenhaftung. Doch wer ist „Einer“? Nun, eventuell kommt ja „Einer“ darauf …