Einer auf Fototour …

… schleicht, um auf ein aufgegebenes Bahngelände zu kommen, durch einen wie Urwald wirkenden, dicht bewachsenen Trampelpfad. Schritt für Schritt wird auf jedes Geräusch geachtet und Gleiches möglichst vermieden. Nach guten zwanzig Minuten des Kampfes durch Dornen, umgefallene Bäume, Sträucher, Wildpflanzen und bemooste Bahnschwellen ist das Ziel erreicht. Aber auch hier gilt aufgrund einer Teilnutzung des Geländes: Ruhe und Umsicht. Doch nachdem die ersten Fotos im Kasten sind, machen ein Fotograf und sein „Model“ lautstark auf sich aufmerksam. Die Anweisungen des Lichtbildners an seine Muse hallen quer über das Gelände. Kurze Zeit später fällt der Blick auf eine männliche Person mit einem Kleinkind auf dem Arm, die schwerfüßig balancierend über die alte, marode Drehscheibe wankt. Was geht nur in manchen Menschen vor? Von Rücksichtnahme oder Verantwortungsbewusstsein keine Spur. Wenn Fotografen solche Gelände für ihre Shootings nutzen, sollten sie dies ebenfalls so gut es geht geräuschlos tun. Und Kinder mit auf selbiges nehmen ist unverantwortlich, meint Einer!

„Einer auf Fototour“ – dies sind kleine, satirische Abrechnungen mit den Vorkommnissen und Erfahrungen bei den Fototouren. Immer wieder kommt der Autor in merkwürdige Situationen, erlebt komische Zufälle, lernt kuriose Menschen kennen und vieles mehr. Dies und anderes schreibt er hier als „Einer auf Fototour“ nieder – lässt andere daran teilhaben. Alles natürlich mit einem Augenzwinkern, viel Ironie aber immer mit der nötigen Bodenhaftung. Doch wer ist „Einer“? Nun, eventuell kommt ja „Einer“ darauf …