Dritter Fördervertrag für Freiburger Gut Neuensteden

Gut Neuensteden in Freiburg an der Elbe. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

Freiburg/Elbe (dsd/aw). Für die Neueindeckung des Reetdachs an der Nordseite der „Kruppscheune“ von Gut Neuensteden in Freiburg an der Elbe stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 15.000 Euro zur Verfügung. Es ist bereits der ditte Fördervertrag der DSD für das Denkmalobjekt. Freiburg an der Elbe liegt nahe der Elbfähre Wischhafen, etwas nördlich von Stade. Das Gut liegt nahe der Ortsmitte. Es stammt aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert.

Die großbäuerliche Hofanlage mit ihren Gefügebauten ist typisch für die Landschaft Kehdingen, die durch die Nähe zur Nordsee und die Flüsse Elbe und Oste bestimmt wird. Die Fachwerkgebäude sind reetgedeckt und stehen inmitten eines im Rechteck verlaufenden Hofgrabens. Das ein- und zweigeschossige, durch fast quadratische Gefache gegliederte Ensemble mit Satteldächern besteht aus dem Haupthaus mit einem zweigeschossigen quergebauten Herrenflügel, der angrenzenden Kruppscheune für das Vieh, der bretterverkleideten Kornscheune, dem Schweinestall und dem etwas abseits stehenden Backhaus.

Die erhaltene Gutsbebauung und der Ensemblecharakter mit Wohnhaus und Stallgebäuden mit ihrer rot-weißen Gefachung und Reetbedachung lassen Gut Neuensteden in der landschaftsparkähnlichen Umgebung sehr attraktiv erscheinen und verleihen ihm zweifellos eine landschaftsbildprägende Bedeutung. Zudem hat Gut Neuensteden als vollständig erhaltener Adelshof für die Region eine große hauskundliche Bedeutung.

Trotz kleinerer Umbauten im 19. Jahrhundert – die Hofanlage dient heute ganz der Pferdezucht und der Ausbildung von Hannoveraner und Oldenburger Sportpferden – hat Gut Neuensteden seinen besonderen Denkmalwert bewahrt.