Deutscher Preis für Denkmalschutz wird an 11 Preisträger verliehen

Berlin Kongresshalle. Foto: Jörg Zägel/CC BY-SA 3.0

Berlin (aw). Für besondere Verdienste um den Erhalt und die Vermittlung des baulichen und archäologischen Erbes werden in diesem Jahr vom Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz elf Menschen und Gruppen mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz geehrt.

Den Karl-Friedrich-Schinkel-Ring erhält in diesem Jahr Eva Löber (Sachsen-Anhalt) für ihr Engagement in den Cranach-Höfen in Wittenberg. Die Silbernen Halbkugeln gehen an Alois Sailer (Bayern) für sein Wirken für die Schutzgemeinschaft Donauried seit den 1970er Jahren, an Denk mal an Berlin e.V. (Berlin) für seine vielfältige und nachhaltige Arbeit für die Berliner Denkmallandschaft, Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. (Baden-Württemberg) für seine Bemühungen um das archäologische Erbe der letzten Eiszeit aus der Zeit vor ca. 115.000 bis 11.700 Jahren im Lonetal, die Evangelische Kulturstiftung Görlitz (Sachsen) für die Rettung sakraler Denkmale in Görlitz und ihre vorbildliche Vermittlungsarbeit, die Freunde und Förderer des historischen Ratsschiffes M/S Köln e.V. (Nordrhein-Westfalen) für ihren Einsatz zum Erhalt des 1938 erbauten Ratsschiff Köln und der Rundlingsverein e.V. (Niedersachsen) für sein über 50-jähriges Engagement zum Schutz der Siedlungslandschaft Rundlinge im Wendland.

Den Medienpreis erhalten Thomas Beyer (ARTE Re: in Zusammenarbeit mit dem MDR) für seine einfühlsame Fernsehdokumentation „Konservatoren in Auschwitz – Arbeiten gegen das Vergessen“ über den Umgang mit den baulichen Hinterlassenschaften des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, Swen Gummich, Christina Voges und Kathrina Edinger (ARTE/ZDF) für ihre äußerst kurzweilige Xenius-Sendung „Fachwerk – Bautechnik von gestern für morgen“, Karsten Gravert und Nicole Blacha (ZDF / 3sat) sowie der Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. für ihren aufklärenden Beitrag “Der große Denkmalsturz” über zeitgemäße Formen kollektiver Erinnerungskultur.

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird in mehreren Kategorien vergeben: Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring für ein herausragendes Lebenswerk, die Silbernen Halbkugeln für überdurchschnittliches Engagement einzelner oder mehrerer Personen in der Denkmalpflege, der Journalistenpreis für engagierte und fachkundige Berichterstattung über Kulturdenkmale sowie der Internetpreis für die Vermittlung denkmalpflegerischer Inhalte.

Die Preise werden am 22. Oktober 2021 im Berlin Congress Center (bcc) in Berlin durch das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz feierlich überreicht.