Denkmalstiftung sichert Erhalt von „Heike‘s Kiosk“

„Heike‘s Kiosk“ in Herne. Foto: M. Hase/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Herne (pm/aw). „Heike‘s Kiosk“ auf dem Kurt-Edelhagen-Platz in Herne bleibt dank der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) dauerhaft erhalten. Die DSD hat das markante Trinkhallengebäude mit Heike Chuchras Kiosk von der Stadt Herne übernommen. Der Kiosk, seit März 2022 eingetragenes Baudenkmal, ist eine Institution in Herne. Er gilt als wichtiger Treffpunkt im Stadtteil Sodingen.

Das am 16. November 1922 als öffentliche Bedürfnisanstalt, Warte- und Trinkhalle eröffnete Bauwerk, für das auch eine Schankkonzession bestand, war zuletzt im Besitz der Stadt Herne. Nachdem die Bezirksvertretung Sodingen dem Verkauf zugestimmt hatte, geht es nun in das Eigentum der in Bonn ansässigen Denkmalschutzstiftung über. Die Stadt Herne und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz haben vereinbart, dass das Pachtverhältnis von Kioskbetreiberin Heike Chuchra nach dem inzwischen vollzogenen Eigentümerwechsel fortbesteht. Damit bleibt der Kiosk das, was er schon immer war, eine Verkaufshalle, wie es sie in dieser Ausprägung nur im Ruhrgebiet gibt.

Dass „Heike‘s Kiosk“ auch weiterhin ein herausragender Sodinger Treffpunkt bleibt, ermöglicht der DSD eine engagierte Förderin: Rechtsforscherin Dr. Almut Pflüger ist in Sodingen aufgewachsen. „Mit der Übernahme durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und dank der großzügigen Unterstützung durch Dr. Almut Pflüger sichern wir gemeinsam dieses Stück Sodinger Geschichte und Identität“, erklärt Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Ihre langjährige Förderin, die für die Übernahme mit einer zweckgebundenen Spende die Initialzündung gab, hatten die Pläne für die Übernahme und den damit verbundenen Weiterbetrieb von „Heike’s Kiosk“ im März 2023 in der Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen vorgestellt.

Das Gebäude, das unweit der Akademie Mont-Cenis liegt, soll unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restauriert und entwickelt werden. „Hier gilt es eine Denkmalperle wiederzuentdecken, herauszuschälen und für Sodingen erlebbar zu machen. Wir freuen uns darauf, den Zukunftsweg des kleinen Bauwerks fortan verantworten zu können und danken unserer Förderin Frau Dr. Almut Pflüger für ihre großzügige Initialzündung“, so Dr. Steffen Skudelny, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.