Dacheindeckung der Schlosskapelle wird gefördert

Schloss Hemsendorf. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Hemsendorf (pm/aw). Dank zahlreicher zweckgebundener Spenden unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) diesmal die Erneuerung der Dacheindeckung der Kapelle von Schloss Hemsendorf mit 15.000 Euro.

Das ehemalige Rittergut Hemsendorf entstand an der Stelle einer 1380 erstmals erwähnten Wasserburg an der Schwarzen Elster. 1697 wurde an dieser Stelle eine von Wassergräben umgebene Vierflügelanlage errichtet. Das Schloss liegt inmitten eines ehemalig weitläufigen Landschaftsparks, der vermutlich im 19. Jahrhundert vom damaligen Gutsbesitzer von Itzenplitz angelegt wurde. Bei der Bodenreform wurden hier teilweise Neubauernstellen angelegt.

Das Schloss wurde zweimal durch Hochwasser geschädigt, 2002 und 2013. Bei der Wiederherstellung wurden auch alle bereits vor dem Hochwasser existierenden Baumängel beseitigt. Die wiederhergestellte Brücke, die direkt zur Terrasse des Schlosses führt, wurde wieder zur Visitenkarte. Nach dem Hochwasser 2013 mussten erhebliche Schäden an dem Renaissance-Schloss beseitigt werden, insbesondere die Kellergewölbe, die Decken und das aufgehende Mauerwerk des Nordteils des Ostflügels waren betroffen.

Bei dem Schloss handelt sich um einen zweigeschossigen verputzten Backsteinbau, den in der Südostecke ein fünfgeschossiger achteckiger Turm mit Schweifhaube überragt. Die Ausstattung im Inneren ist in wenigen Resten noch aus dem frühen 18. Jahrhundert, aus dem etwa das Treppenhaus und bemalte Türen stammen. Die Hofdurchfahrt ist in Form einer Aediculapforte ausgestaltet, ebenso der Eingang zur Kapelle.