Besucherbergwerk F60 sagt Veranstaltungen wegen Coronavirus ab

F60-Förderbrücke in Lauchhammer, Technisches Denkmal. Foto: rottenplaces Archivfoto.

Lichterfeld (aw). Aufgrund der Corona-Krise sagt auch das Besucherbergwerk F60 am Bergheider See nahe der Ortslage von Lichterfeld alle kommenden Veranstaltungen bis einschließlich 31. August ab. Dies betrifft das „US Car & Bike Treffen“ im Mai, das „F60 European Celtic Music Festival“ im Juni und auch die großartigen Festivalprojekte „FEEL“ und „ARTLAKE“. Für die „Pyrogames“ konnte in Absprache mit dem Veranstalter ein Ausweichtermin am 2. Oktober 2020 gefunden werden.

„Sehr geehrte Gäste, liebe Freunde und Geschäftspartner, aus Ihnen allen bekannten Gründen werden bis zum 31. 08. 2020 keine Open Air Veranstaltungen, Konzerte, Shows und Festivals stattfinden können. Wir bedauern das gemeinsam mit unseren Gastveranstaltern zutiefst, stehen aber hinter den Schutzmaßnahmen und Eindämmungsregeln von Bund und Land und wollen auch unserer Verantwortung gegenüber der Gesundheit unserer Gäste gerecht werden“, teilt der Betreiber auf seiner Webseite mit.

Abraumförderbrücke F60

Die ehemalige Abraumförderbrücke F60 mit ihren 502 Metern Läne, 204 Meter Breite, 80 Meter Höhe und 11.000 Tonnen Gewicht, wird auch „Liegender Eiffelturm der Lausitz“ genannt. Erbaut wurde die F60 durch den VEB TAKRAF Lauchhammer (heute TAKRAF GmbH Lauchhammer) vor Ort von 1989 bis 1991. Diese Brücke ist die letzte von fünf gebauten Seriengeräten. Sie war vom März 1991 bis zum Juni 1992 im Tagebau Klettwitz-Nord aktiv. 1998 kann die Verschrottung der F60 nach langen Anstrengungen abgewendet werden. Eigentümer wird die Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf. Diese erarbeitet ein Nutzungskonzept. Im Jahr 2000 wird die Brücke an ihren heutigen Standort gefahren – das Besucherbergwerk entsteht und wird zwei Jahre später offiziell als solches eröffnet. Seit 2006 gehört das Besucherbergwerk als ein Ankerpunkt zur Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).