Baustart auf Areal der ehemaligen Maxim-Gorki-Schule

Wernigerode (pm/aw). Lange wurde geplant, beraten und optimiert – nun geht es endlich los. In Wernigerode starten die Baumaßnahmen für das neu entstehende Wohngebiet „Küchengarten“. Acht Einzelhäuser und sieben Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs Wohnungen werden auf dem Gelände der ehemaligen Maxim-Gorki-Schule Platz finden, die 2011 nach langem Leerstand abgerissen worden war. Die Grundstücke wurden in einem öffentlichen Bieterverfahren verkauft. „Ein neues Wohngebiet entsteht und es freut mich sehr, dass wir die Maßnahmen gemeinschaftlich mit den Stadtwerken Wernigerode und dem Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode realisieren werden. Diese starken Partner haben uns schon in der Vergangenheit bei zahlreichen Projekten unterstützt und stehen für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Peter Gaffert.

Ende Februar starten die Erschließungsmaßnahmen an der Walther-Rathenau-Straße. Dazu gehört das Verlegen sämtlicher Leitungen und Rohre für Strom, Erdgas und Wasser sowie deren Anschluss an das Netz. „Die Erschließung des neuen Wohngebietes ist die Grundlage für die künftigen Bauherren, die ihre Häuser in dem Areal errichten werden. Sie werden bestmöglich ausgestattet“, sagt Steffen Meinecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Wernigerode. Die Erschließung des Geländes wird bis Ende August 2022 andauern, dann können die Häuser errichtet werden. Ansprechpartner sind die Stadtwerke Wernigerode und die Stadtverwaltung selbst. Während der Arbeiten wird es wöchentlich vor Ort Bauberatungen geben. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden in der 5. Kalenderwoche schriftlich durch die Stadtwerke informiert.

Mit der Neuaufstellung des Bebauungsplans Nr. 49 Wohngebiet „Küchengarten / Walther-Rathenau-Straße“ wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung der Häuser gesetzt. Das Ziel des Bebauungsplanes mit der Wiedernutzbarmachung / Nachverdichtung dieser Fläche für Wohnungsbauvorhaben entspricht den städtebaulichen Entwicklungsvorstellungen der Stadt. „Mit dem Bauvorhaben wird der steten Nachfrage nach Wohnraum bzw. Bauflächen in Wernigerode nachgekommen“, sagt Immo Kramer, Dezernent für Stadtentwicklung.

Mit der Vorlage 042/2011 wurde durch den Stadtrat Wernigerodes das integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Altstadt Wernigerode im Jahr 2022 beschlossen. Das Areal der ehemaligen Maxim-Gorki-Schule ist darin als eines der Schlüsselprojekte der Altstadtentwicklung benannt. Dem Standort wurde eine gute Eignung für hochwertiges Wohnen zugesprochen. Während der Erstellung des Altstadtkonzeptes wurde 2011 die Maxim-Gorki-Schule abgerissen, die weitere Planung wurde vorangetrieben – stets unter Einbindung der Öffentlichkeit.

Der mit der Beschlussvorlage 069/2020 behandelte Bebauungsplan Nr. 49 hat insgesamt nicht nur eine 9jährige Vorplanungs- und Entwicklungsphase zu verzeichnen, sondern zeigt auch eine sehr umfängliche Öffentlichkeitsbeteiligung auf, die stets in die Planungen Berücksichtigung fand.