Bahnbetriebswerk Nossen

Das Bahnbetriebswerk Nossen nahm 1923 als eigenständige Dienststelle den Dienst auf. 1941 wird der Lokschuppen auf 14 Stände erweitert. Zu dieser Zeit sind 25 Vollspur- und 76 Schmalspurdampfloks dem Bestand des Bws zugehörig. 1951 werden aus den Schmalspureinsatzstellen des Bw Nossen das Bw Mügeln und Wilsdruff gebildet. 1967 wird das Bw Mügeln wieder aufgelöst, 1976 das Bw Wilsdruff – jeweils ist Nossen wieder Einsatzstelle. Im selben Jahr werden die Einsatzstellen Radebeul und Freital dem Bw Nossen unterstellt. 1981 waren nur noch drei Dampflokomotiven in Nossen im Einsatz. 1987 wird in Nossen der letzte Zug von einer Normalspurdampflok befördert.

Mit der Gründung der Deutschen Bahn wird das Bahnbetriebswerk Nossen 1994 als eigenständige Dienststelle aufgelöst und dem Betriebshof Riesa unterstellt. Nachdem auf der Bahnstrecke Riesa-Nossen 1998 der Reiseverkehr eingestellt und das Bw als Personaleinsatzstelle aufgelöst wird, nutzt der Verein „IG Dampflok Nossen e.V.“ den Lokschuppen. Seitdem werden hier neben Dampfloks auch Triebwagen, Waggons und Bahnmaterialien restauriert und Eisenbahnfeste durchgeführt. Im Bw wurde von 2004 bis 2012 die momentan schnellste betriebsbereite Dampflok der Welt unterhalten, die DR 18.201 des privaten Betreibers Dampf plus.

Quelle: IG Dampflok Nossen e.V.

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www.bwnossen.de

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Dokument erstellt am 30.07.2015
Letzte Änderung am 30.07.2015

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.