Ausstellung „Bekanntes, Verborgenes und Vergessenes“

Modell Detmerode, 1965: Die Ausstellung beleuchtet unter anderem, wie die Ideen des Bauhauses in der Planung der Trabantenstadt Detmerode nachwirken. Foto: unbekannt, Stadt Wolfsburg, IZS

Wolfsburg (pm). Vom 14. November bis zum 12. Dezember holt das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg die Ausstellung „Bekanntes, Verborgenes und Vergessenes“ der Laves-Stiftung zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Gründung in die Bürgerhalle des Rathauses nach Wolfsburg. Vorgestellt werden 19 Bauwerke der letzten hundert Jahre in Niedersachsen, die ohne das Bauhaus nicht denkbar gewesen wären.

Idee der Ausstellung ist es, die Zukunftsfähigkeit der Bauhaus-Gedanken unter Beweis zu stellen. Die Ausstellung will das öffentliche Bewusstsein dafür schärfen, dass Bauhaus kein Stil ist, sondern der Anspruch, die Grenzen zwischen Handwerk, Technik, Kunst und Industrie zu überwinden und architektonische Form und Funktion einander näher zu bringen. In einer Gegenüberstellung von historischem und aktuellem Bild- sowie Textmaterial werden weniger bekannte oder in Vergessenheit geratene Bauten ebenso gezeigt wie Architektur-Ikonen. Zu diesen zählen das ab 1911 errichtete Fagus-Werk in Alfeld, das Direktorenwohnhaus von Otto Haesler und Katt Both in Celle oder der 1929 bis 1930 von Henry van de Velde geplante Heinemanhof in Hannover. Wolfsburg ist mit der 1961 bis 1968 entstandenen Trabantenstadt Detmerode vertreten.

In die Ausstellung werden zudem die Ergebnisse einer Befragung aller Mitglieder der Architektenkammer Niedersachsen einbezogen, die verdeutlichen, welche Einflüsse das Bauhaus auch heute noch auf die Arbeit von Architektinnen und Architekten hat.

Ausstellung „Bekanntes, Verborgenes und Vergessenes“
Bürgerhalle Rathaus Wolfsburg
Zeitraum: 14. November bis 12. Dezember
Porschestraße 49, 38440 Wolfsburg