3. OSTRALE Biennale öffnet Schaufenster nach Osteuropa

Studio Asynchrome:Installation. Foto: Franz Leyser

Dresden (aw). Bis kurz vorher wird gebaut und eingerichtet: Die 13. internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste, OSTRALE, wurde am Abend des 1. Juli eröffnet. Zum dritten Mal als Biennale stattfindend, versteht sich die OSTRALE als „Schaufenster nach Osteuropa“, was aktuell auch in der Wahl der vier Kuratoren (Natasa Bodrozic und Ivana Mestrov/Kroatien, Patricija Gilyte/Litauen, Krisztián Kukla/Ungarn) zum Ausdruck kommt. Deren kuratorischem Konzept folgend sind unter dem Titel „Atemwende“ („Breathturn“) 557 Werke verschiedener Genres zu sehen. Die 138 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler kommen aus 34 Ländern, sie stammen überwiegend aus Osteuropa oder ehemals sozialistischen Ländern Südeuropas. Mit „Atemwende“ beschäftigt sich die OSTRALE künstlerisch mit den Grenzen des Wachstums, mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Lebens am Wasser.

Die Ostrale Biennale O21 ist Teil des Projektes „Flowing Connections“, das durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanziert wird. Unter diesem Titel wird im kommenden Jahr eine Präsentation ausgewählter OSTRALE-Werke in Budapest, Split sowie in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022, Kaunas (Litauen) folgen, Städte, die mit Dresden durch ihre jeweilige Lage am Wasser verbunden sind. Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst ist damit im Jahre 2022 wie auch in den vergangenen Jahren erneut ein wichtiger Partner einer Europäischen Kulturhauptstadt.

Passend zum Selbstverständnis der OSTRALE Biennale als „Schaufenster nach Osteuropa“ findet die Hauptausstellung in diesem Jahr in der „Robotron-Kantine“, einem Zeugnis der ostdeutschen Architekturmoderne statt (circa 3.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche). Der typische Pavillonbau der siebziger Jahre wurde zwischen 1969 und 1972 vom Architektenkollektiv Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel errichtet.

„Als einer der letzten noch verbliebenen Einzelbauten in Dresden steht die Robotron-Kantine exemplarisch für modernes Bauen in der DDR. Sie bietet ideale Voraussetzungen für die Präsentation zeitgenössischer Künste im Zentrum Dresdens und natürlich einen wunderbaren architektonischen Rahmen für den Blick nach Osteuropa“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Neben der Hauptausstellung umfasst die 13. OSTRALE auch Interventionen im Klärpark Kaditz der Stadtentwässerung Dresden sowie erneut in der Gedenkstätte Bautzner Straße. Erstmals öffnet sich zudem auch die „OSTRALE.Basis“ in Dresden-Übigau für Besucher, wo während der Biennale Artists in Residence leben, arbeiten und mit den Besuchern in Kommunikation treten werden.

Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst bereitete die Ausstellung unter schwierigsten Umständen vor. Unter Pandemiebedingungen musste zusätzlich zur Ausstellungsorganisation erneut eine leerstehende Immobilie gefunden und mit großem Aufwand für den Besucherverkehr ertüchtigt werden. Für dieses Jahr stellt das Immobilienunternehmen Gateway Real Estate diese freundlicherweise temporär zur Verfügung.

Tickets und Öffnungszeiten:

Ticket-Vorverkauf über http://www.etix.com , 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, inkl. VVK-Gebühr: http://www.etix.com/ticket/online/newHomePage.do?method=getLuceneResult&sortBy=relevance&keywords=Ostrale

Robotron-Kantine: Mi-Fr 10-19 Uhr, Sa-So 11-20 Uhr

Gedenkstätte Bautzner Straße (ab 6.7.): Mo-So 10 bis 18 Uhr

Stadtentwässerung Dresden, Klärpark Kaditz (ab 6.7.): Di, Do, Sa: Führungen um 10, 12, 15 Uhr

OSTRALE.Basis, Übigau, Rethelstr. 45 (ab 17.7.): Di-Sa 12 bis 18 Uhr