Bilder eingereicht von "Forscherin".
Das Körnermagazin (Körnerrieselmagazin) in Ingolstadt diente ursprünglich dem Lagern von Getreide und wurde 1908 fertiggestellt. Es handelt sich dabei um das bayernweit erste und heute älteste noch existierende militärische Getreidemagazin, das in Betonständer-Bauweise errichtet wurde. Die neue Bautechnik kam damals zum Einsatz, weil der Untergrund in einem sehr schlechten Zustand war. Also entschloss man sich, eine Fundamentplatte aus Eisenbeton zu errichten und das Magazin in Betonständer-Bauweise. Die Böden aus Beton hatten den Vorteil, dass sie das gelagerte Getreide sicherer vor Schädlingsbefall und Feuer schützten. Auch das Silosystem mit Aufzügen und Fallrohrsystemen war damals revolutionär, so dass Militärs bis aus Ungarn zur Besichtigung nach Ingolstadt kamen.
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1949 mietete sich die Auto Union ein und begann mit der Motorradproduktion. "Hier entstand das erste Montageband für die DKW RT 125 W", erklärte Stadtheimatpfleger Christian Dittmar im Rahmen einer Führung. "Über viele Jahre befand sich hier auch das Zentralarchiv von Audi. Erst 1997 erfolgte der Umzug in moderne, werksnahe Gebäude. Das Körnermagazin ist also das mit Abstand am längsten von Audi genutzte Gebäude in der Innenstadt." Da könnte sich der Automobilhersteller, so meinte der Stadtheimatpfleger, doch vielleicht als Sponsor für den Erhalt stark machen. Zuletzt diente das Körnermagazin als Unterkunft für eine Künstlerkolonie. Musiker und bildende Künstler hatten hier ihre Probenräume und Ateliers und auch Werkstätten waren hier untergebracht.
Die Zukunft dieses Gebäudes ist ungewiss. Der private Eigentümer hat einen Abbruchantrag gestellt und den Mietern wurde bereits gekündigt. Laut Oberbürgermeister Lehmann werde jedoch kein Abriss erfolgen, solange nicht geprüft ist, ob das historische Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen ist.
Quelle: Wikipedia, Donaukurier, IZ Ingolstädter Anzeiger |