Zweiter Fördervertrag für St. Jakobuskirche

Höchheim-Irmelshausen (dsd/aw). Für die Instandsetzung der Außenfassaden des Langhauses der 500 Jahre alten Jakobuskirche in Höchheim-Irmelshausen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 20.000 Euro zur Verfügung. Möglich wurde die Förderung dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD seit 1991 ist. Die St. Jakobuskirche weist bauhistorische Stilelemente von der Gotik bis zur Barockzeit vor. Die Stiftung stellte bereits im vergangenen Jahr 20.000 Euro für die Instandsetzung des Glockenturms der Jakobuskirche zur Verfügung.

Die von 1471 bis 1518 erbaute Chorturmkirche St. Jakobus ist der sakrale Ortsmittelpunkt des etwa 800 Meter von der thüringischen Landesgrenze entfernt liegenden Dorfs. Der bis zum Turmkranz 49 Meter hohe fünfgeschossige Turm ragt weithin sichtbar als Marke ins Grabfeld. Der Chorturm, dessen Galerie eine nachgotische Maßwerkbrüstung schmückt, wurde 1575 gebaut. 1712 erhielt der Turm die verschieferten doppelten welschen Turmkuppeln. Der Aufgang zum ehemaligen Herrschaftsstand datiert auf das 17. Jahrhundert, zu den Emporen führt ein mehreckiger Treppenturm mit verputztem Fachwerk und Haube. Das Kirchenschiff schließt eine Krüppelwalmverdachung. 1906 wurde die mit einem Pultdach gedeckte Sakristei angebaut.

Im Inneren sind wertvolle Epitaphien der evangelischen Patronatsherren von Bibra erhalten. Auf der Rückseite des Kreuzigungsaltars stammt das Marienbild vermutlich aus der 1290 erwähnten Capella Irmenolteshusum, einer Kapelle, die vor der jetzigen Kirche zum Gottesdienst benutzt wurde. Auf der zweiten Empore steht die denkmalgeschützte Orgel von Daniel Felix Streit mit den wohl ältesten bemalten Holztafeln des Landkreises.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here