Zeche Nachtigall: Historische Fördermaschine in Aktion

Detailaufnahme der Fördermaschine im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Foto: LWL/Appelhans

Witten (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) führt am Sonntag (12.5.) in seinem Wittener Industriemuseum die historische Fördermaschine aus dem Jahr 1887 vor. Im Maschinenhaus setzen sich um 14.30 Uhr die großen Schwungräder des Giganten in Bewegung. Zu Zeiten des Zechenbetriebs förderte die Dampfmaschine tonnenweise Steinkohle nach über Tage. Gleichzeitig wurden mit ihrer Hilfe die Pumpen betrieben, die die Gruben entwässerten.

Das über 130-jährige Meisterwerk der Technikgeschichte blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Ursprünglich wurde sie 1887 für eine Baumwollspinnerei im münsterländischen Gronau gebaut. 1911 erfolgte der Umbau für den Einsatz als Abteuf-Fördermaschine auf der Zeche Jacobi in Oberhausen. Von 1921 bis 1973 diente sie als Fördermaschine am Schacht I auf Prosper Haniel, der letzten Steinkohlenzeche in Deutschland. Ende der 1980er-Jahre übernahm das LWL-Industriemuseum dieses Juwel. Nach der detailgetreuen Restaurierung durch die hauseigenen Werkstätten erstrahlt die historische Fördermaschine heute wieder in ihrem alten Glanz. Für die Besucher des LWL-Museums wird der Technik-Gigant nicht mehr mit Dampf angetrieben, sondern mittels eines Elektromotors in Bewegung gesetzt.

Die Schauvorführung ist im Museumseintritt enthalten (Erwachsene 4 Euro, Kinder und Jugendliche frei).

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Nachtigallstr. 35, 58452 Witten

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