Wernerwerk – Kraftwerk Vogelsang

Das Wernerwerk wurde 1943 im Rahmen des „Zschinitzsch-Programms“ als Einheitskraftwerk erbaut. Der Grund war die Umstellung der Wirtschaft des Dritten Reiches auf die Erfordernisse des Krieges, da es zu einem höheren Bedarf an Elektroenergie kam. Rüstungsminister Albert Speer, der seit dem 15. Februar 1942 auch die Funktion des Generalinspektor für Wasser und Energie (GIWE) innehatte, legte zuvor (1942) ein „Wärmekraft-Sofortprogramm“ auf, mit dem Ziel, eine ganze Serie von identischen Einheitskraftwerken zu errichten. Hauptverantwortlich dafür wurde der Leiter der „Wirtschaftsgruppe Elektrizitätsversorgung“ Wilhelm Zschintzsch, der den Anstoß für dieses Programm gab und von Albert Speer zum Leiter des Sofortprogramms berufen wurde. Erster Prototyp war das „Kraftwerk K“ der Hamburgischen-Electricitäts-Werke.

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Errichtet werden sollten 15 Einheitskraftwerke mit jeweils vier Turbinen a 75 MW Leistung. Vorgesehen war eine Kraftwerksgesamtkapazität von 4.500 MW. Zum Ende des Jahres 1942 musste die Anzahl der Kraftwerke, wegen der zunehmenden Knappheit von Eisen und Stahl, der mehr und mehr für die Rüstungsindustrie benötigt wurde, drastisch gekürzt werden. So wurde die geplante Zahl von Kraftwerken auf insgesamt 8 reduziert, wenige Monate später schrumpfte man die Planzahl auf 5. Drei Kraftwerke auf Braunkohlebasis, neben dem Wernerwerk (Kraftwerk Vogelsang) das Kraftwerk Trattendorf (später 1.Halbwerk des Werk I) und das Kraftwerk Berzdorf (später Kraftwerk Hagenwerder) wurden errichtet sowie die beiden Steinkohle-Kraftwerke Walter bei Lagischa und das Kraftwerk Wilhelm bei Jaworzno. Für die Errichtung der Kraftwerke kamen fast ausschließlich Zwangsarbeiter aus naheliegenden Konzentrationslagern oder extra errichteten Arbeitslagern zum Einsatz.

Im Wernerwerk wurde noch Ende Januar 1945 der erste Probebetrieb aufgenommen aber die Arbeiten dann am 31. Januar 1945, wegen der sich nähernden Front, eingestellt. Nach dem Krieg entfernte man sämtliche technischen Anlagen aus den Kraftwerken und verbrachte sie als Reparation in die Sowjetunion. Während man die Kraftwerke Trattendorf und Berzdorf in den fünfziger Jahren neu ausstattete und wieder in Betrieb nahm, gab man das Wernerwerk – jetzt an der Grenze zu Polen gelegen – auf.

Quelle: Wikipedia

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Dokument erstellt am 25.12.2015
Letzte Änderung am 25.12.2015