Werke von Troy Paiva in in der 111 Minna Gallery

"Hang Teen". Foto: Troy Paiva

San Francisco (aw). Am 4. März 2016 startet in der 111 Minna Gallery in San Francisco die Fotoausstellung „LOST AMERICA“ des Lightpainting-Fotografen Troy Paiva. Paiva gilt als der Pionier der Nachtfotografie und des Lightpainting in Kombination mit verlassenen Orten – sogenannten Lost Places. Seit 1989 hat der Designer Hunderte Motive von Auto-, Flugzeug- und Schiffswracks, verlassenen Dörfern, Tankstellen, Gebäuden und Objekten – entsprechend illuminiert – bei Nacht gefertigt, mehrere Bücher herausgegeben, Workshops gegeben und war Juror in mehreren TV-Shows. Auf der ehemaligen Route 66, ähnlichen Highways oder in den Regionen, in denen er auf Motivsuche ist, findet man nichts als scheinbar grenzenlose Weite und ab und an eine Hinterlassenschaft aus besseren Zeiten.

Eintönig oder monoton möchte man meinen, doch weit gefehlt. Die Kulisse ist jedes Mal eine andere – jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr. Denn Paiva ist für jedes Bild seiner Leidenschaft nachts unterwegs – bei Vollmond. Nur dann – so sagt er – gelingen die perfekten Motive. Da der Mond und die Sterne ein natürliches Licht über seine Langzeitbelichtungen legen, werden die erfassten Motive am Boden mit entsprechenden Lichtquellen illuminiert. Das Ergebnis ist eine futuristische Kulisse, für wenige Minuten haucht Paiva den Objekten neues Leben ein. Erlischt das Licht, würden die zuvor farbenfrohen Szenerien wieder in Vergessenheit geraten – doch Paiva hat sie festgehalten, digital und für die Ewigkeit.

29 seiner Motive kann man bald hautnah erleben. Einen Monat weden diese in der 111 Minna Gallery ausgestellt. Wer zu dieser Zeit in der Nähe ist, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. 2015 haben wir mit dem Ausnahmekünstler gesprochen. Das Interview dazu finden Sie hier.

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