Weiterer Fördervertrag für St. Andreas in Eisleben

Stadtpanorama von Lutherstadt Eisleben mit der St. Andreaskirche. Foto: Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Eisleben (dsd/aw). Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt für die Steinrestaurierung und -konservierung von Gesimsen, Gewänden und Maßwerken im Rahmen der Sanierung der Nord- und Ostfassade der St. Andreaskirche in der Lutherstadt Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) 20.000 Euro zur Verfügung. Bereits 2010 unterstützte die DSD die Restaurierungsarbeiten am Dach der Kirche mit 35.000 Euro.

St. Andreas ist die Pfarrkirche der Eislebener Altstadt, die bereits 1180 als „parochia superior“ beschrieben wurde. Der heutige Bau ist ein umfassender Neubau aus dem 15. Jahrhundert. Diese dreischiffige spätgotische Hallenkirche endet in einem ebenfalls dreischiffigen Chor. Im Westen erhebt sich eine Doppelturmanlage. Das Erdgeschoss des Turmes war bis 1486 fertiggestellt, der Oberbau mit der Doppelten Haube entstand zwischen 1714 und 1723.

Das Innere der Kirche fällt durch die gedrungenen Raumproportionen auf. Achteckige Pfeiler tragen das Kreuzrippengewölbe. Die Ausstattung der Kirche ist bemerkenswert. Die Kirche füllt ein reicher Bestand an Altären, Retabeln, Epitaphien und Grabmälern. Im Turm wurde die Andreasbibliothek untergebracht. Von der hölzernen Kanzel soll Luther seine letzten vier Predigten gehalten haben.

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