Wasserkugel in Deutzen wartet auf Urteil

Wasserkugel Deutzen. Foto: Radler59/CC BY-SA 3.0

Deutzen (aw). Die Deutzener Wasserkugel – erbaut 1925, in Gräfenhainichen aufgestellt und 1938 zum heutigen Standort umgesetzt – gilt als Wahrzeichen. Seit mehreren Jahren bemüht sich die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) darum, das Objekt abreißen zu dürfen, um das Gelände verkaufen zu können. Dieser Abriss könnte nun unmittelbar bevorstehen, denn das Schicksal der Kugel soll in den kommenden drei Monaten nach einem jahrelangen Rechtsstreit entschieden werden, es wird auf das Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes gewartet. Für das Bauwerk, das mittlerweile als einzigartiges Industriedenkmal auf der Welt bezeichnet wird, wäre ein Abriss katastrophal.

Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises hatte den Abriss untersagt, Denkmalschützer und Ortshistoriker kämpfen gegen die Pläne der LMBV und brauchen einen langen Atem. Die LMBV hatte gegen die Ablehnung des Abrisses seitens der Behörde vor dem Verwaltungsgericht geklagt und Recht bekommen. Dagegen klagte der Landkreis im letzten Jahr vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen und wartet seitdem auf ein Urteil. Wie dies ausfallen wird, ist völlig offen. Sollte das OVG für einen Denkmalschutz entscheiden, steht in Deutzen ein Förderverein bereit, der eine Sanierung der Kugel voranschieben möchte. Der aktuelle Käufer des Grundstücks hat bereits zugesagt, dass er das Bauwerk dann nicht entfernen wird.

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