Vortragsreihe „Architektur im >Kontext< 2024" in Münster

Grüntuch Ernst Architekten: Hotel Wilmina, ehemaliges Gerichtsgebäude und Frauengefängnis, Berlin. Foto: Patricia Parinejad

Münster (pm/aw). Zum Jahresauftakt laden der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) Münster-Münsterland und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum baukulturellen Austausch in das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ein. Zu Beginn der neuen Staffel am Montag (29.1.) um 19 Uhr ist die Architektin Prof. Almut Grüntuch-Ernst (Grüntuch Ernst Architekten) aus Berlin zu Gast.

In der seit 2008 bestehenden Vortragsreihe „Architektur im >Kontext<“ beziehen Persönlichkeiten aus den Bereichen Stadt und Architektur, Landschaft und Konstruktion Position zu aktuellen Fragen der Baukultur. Grundidee der Werkvortragsreihe Architektur im >Kontext< ist die Reflexion und Vermittlung der vielfältigen Aspekte des kontextbezogenen Bauens. Diese erstrecken sich von landschaftlichen und städtebaulichen Bezügen bis hin zu architektonischen Strategien des Weiterbauens. Hierbei wird der vielgestaltige Bestand von Gebäuden zum Ausgangspunkt für überraschende Antworten auf die ökologischen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit.

Zu Beginn der neuen Staffel am Montag (29.1.) um 19 Uhr ist die Architektin Prof. Almut Grüntuch-Ernst (Grüntuch Ernst Architekten) aus Berlin zu Gast. Ihr 1991 zusammen mit Armand Grüntuch gegründetes Büro entwickelt seit über 30 Jahren neue, zumeist vielschichtige Orte in bestehenden Kontexten – oft auch durch die Umwandlung von Bestandsgebäuden. Zuletzt realisierte das Büro das Projekt Hotel Wilmina in Berlin und transformierte ein ehemaliges Gerichtsgebäude und Frauengefängnis in einen neuen Kunst- und Kulturraum mit Hotel. Weitere wichtige Bauten in Berlin sind das neue Bürogebäude Darwinstraße auf einem ehemaligen Kraftwerksgelände, die ehemalige Jüdische Mädchenschule, das Wohnprojekt Marthashof sowie das Haus am Hackeschen Markt. Seit 2011 leitet Grüntuch-Ernst als Professorin das IDAS, Institut für Entwerfen und Gebäudelehre, an der Technischen Universität Braunschweig.

Zum Eröffnungsabend sprechen LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger sowie Martin Behet, Vorsitzender BDA Münster-Münsterland. Die Einführung übernimmt Stefan Rethfeld (LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen).

Auch die weiteren Gäste der Vortragsreihe widmen sich der Kultur des Weiterbauens: Am 19. Februar ist Jitse van den Berg von noAarchitecten (Brüssel) zu Gast, am 4. März Prof. Markus Bader von raumlabor (Berlin). Den abschließenden Vortragsabend am 25. März gestaltet Muck Petzet von Muck Petzet Architekten (München / Berlin), der bereits 2012 auf der Internationalen Architekturausstellung in Venedig als Generalkommissar des Deutschen Pavillons mit seinem Beitrag „Reduce Reuse Recycle – Ressource Architektur“ wichtige Denkanstöße für die baukulturelle Debatte in Deutschland gab.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr im LWL-Museum für Kunst und Kultur am Domplatz in Münster. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Architekturinteressierte sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen: http://www.lwl-dlbw.de