Villa Poensgen

Die Poensgen-Villa wurde 1847 vom Gemünder Röhrenfabrikanten Albert Poensgen (1818–1880) an der Kölner Straße 57–59 in Schleiden-Gemünd im Kreis Euskirchen erbaut. Bis heute ist nicht eindeutig klar, ob es ein Neubau war, oder die Sanierung einer bestehenden Immobilie. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Nach der weitgehenden Zerstörung der Ortschaft Gemünd im Zweiten Weltkrieg ist dieses Fabrikantenhaus als eines der wenigen erhaltenen historischen Bauwerke von besonderer kunstgeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung.

Das Gebäude mit seinen klassizistischen Formen weist einen dreigeschossigen Turm, zurückspringende Zwischentrakte und ein zweigeschossiges Wohnhaus unter Krüppelwalmdach auf. Der Gebäudekomplex wurde durch einen Vorgarten ergänzt, der von einem gusseisernen Zaun zur Straße abgetrennt war. Darin befand sich eine Gaslaterne, die durch eine private Gasbereitungsanlage betrieben wurde, die Albert Poensgen zur Beleuchtung seines Wohnhauses und der gegenüber liegenden Röhrenfabrik installieren ließ. Vorgarten, Zaun und Beleuchtung wurden im Zuge einer Straßenverbreiterung beseitigt.

Quellen: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Wikipedia, privat

Dokument-Information
Objekt ID: rp-033019
Kategorie: Häuser & Villen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Standort: Kölner Straße 57–59, Schleiden-Gemünd
Baujahr: 1847
Denkmalschutz: ja
Bauherr: keine Angabe
Objekt erfasst: 16.02.2017
Objekt erstellt: 17.05.2018
Letzte Änderung: 17.05.2018
Copyright © rottenplaces.de

1 Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Winternitz,
    ich möchte Ihnen mitteilen, dass wir (eine GbR aus 4 Personen), seit August 2019 die neuen Eigentümer der Villa sind. Wir planen, dem historischen Gebäude „neues Leben“ einzuhauchen und es mit einem Konzept aus einfachen Büros für z.B. start-ups und Seminar- sowie Trainingsräumen zu beleben. Dabei liegt der Fokus darauf, im „low budget Bereich“ Menschen aus dem näheren Umfeld anzusprechen.

    Über eine kurze Rückinfo freuen wir uns.
    Mit freundlichen Grüßen aus der Eifel

    Armin Fröhlich

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here