„VEB Texafol“ wandelt sich in Wohnungen und Gewerbe

Ehemaliger VEB Texafol. Foto: rottenplaces Archivfoto.

Leipzig (aw). Das Areal der ehemaligen „Leipziger Jute-Spinnerei & -Weberei“, zuletzt „VEB Texafol“ in Neulindenau, zwischen Karl-Heine-Kanal, Wieprecht- und Lützner Straße, liegt seit Beginn der 1990er-Jahre brach. Seitdem passierte dort nicht viel, die bevorzugte Neuansiedelung von Firmen blieb aus. Wie die Stadt jetzt mitteilte, möchte der Eigentümer der denkmalgeschützten Produktionshallen des Textilbetriebs hier nun ein attraktives Wohngebiet mit Gewerbe auf seiner knapp 20.000 Quadratmeter großen Teilfläche bauen.

Da die besagten Produktionshallen seit vielen Jahren verfallen und somit dringender Handlungsbedarf besteht, muss zunächst ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Der aktuelle Plan sieht nämlich keine Wohnbebauung vor. Der Bebauungsplan Nr. 410 „Lützner-Straße/Karl-Heine-Kanal“ schließt künftig auch zwei angrenzende Flächen – die straßenbegleitenden Grundstücke an der Lützner- und Wieprechtstraße sowie eine Fläche südlich davon am Kanal – mit ein. Diese Gebiete wurden in den Geltungsbereich einbezogen, da mit der geplanten Sanierung und der Ergänzung der denkmalgeschützten Gebäude auch neue Zufahrten geschaffen sowie Wohn- und Stellplatzflächen neu angeordnet werden.

Der Eigentümer plant auf dem Teilstück des ehemaligen „VEB-Texafol“ rund 125 Wohneinheiten, davon 60 im denkmalgerecht sanierten Altbau. Parkplätze sollen vor allem in einer Tiefgarage entstehen. Für die in städtischem Eigentum befindlichen Flächen an der Wieprechtstraße wird der Bau von rund 80, weitgehend mietpreis- und belegungsgebundenen Wohneinheiten sowie eine gebäudeintegrierte Kindertagesstätte geprüft.

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