VEB Jutespinnerei Texafol

Ehemaliger VEB Texafol. Foto: rottenplaces Archivfoto.

Die einstige Texafol-Fabrik wurde 1896 an der Lützner Straße, am Karl-Heine-Kanal in Neulindenau, als Jute-Spinnerei und Weberei „Tränkner und Würkner“ errichtet. Vorwiegend wurden hier Verpackungsmaterialien und Hochdruckpressfäden hergestellt und produziert. Die „Spinne“, wie das Unternehmen charmant genannt wurde, war wesentlicher Bestandteil und Ausgangspunkt eines neuen Stadtteils. So war es nicht weiter verwunderlich, dass sich im Umfeld der „Spinne“ weitere Industriebetriebe ansiedelten. Nach der Überführung in Volkseigentum firmierte das Unternehmen als „VEB Jutespinnerei Texafol“. Nach der politischen Wende wirtschaftete das Unternehmen noch für kurze Zeit unter dem Namen „Texafol Leipzig GmbH“.

Die Leipziger Architektin Sarah Buggenhagen hat ein beispielhaftes Planungsgutachten im baulichen Bestand zum Areal am Karl-Heine-Kanal gefertigt, das eine Wohn- und Gewerbenutzung anstrebt. Einziges Problem: Der Karl-Heine-Kanal ist nicht – wie lange geplant – an den Lindenauer Hafen angebunden. Hier sollte bereits ein Durchstich erfolgen, der die Gewässerverbindung in das Stadtgebiet und das Gebiet des Leipziger Neuseenlandes immens aufwertet.

Auf dem Areal ansässig ist ein Gesundheitssportszentrum, das einen Gebäudeteil denkmalschutzgerecht für eine halbe Million Euro saniert hat. 2012 erhielt das Objekt vom Landessportbund Sachsen das Gütesiegel „Umweltbewusster Sportverein“. Die Umsetzung des Unternehmenskonzeptes wurde bereits seit dem Jahr 2008 vom Amt für Wirtschaftsförderung begleitet. Als Besonderheit sollte das familiengetragene Projekt darin bestehen, dass der Rudersport als Präventionsmaßnahme in ein gesundheitliches Gesamtkonzept integriert wurde. Für die Stadt Leipzig stellte diese Privatinitiative eine Bereicherung für den Stadtteil Plagwitz und den Leipziger Westen dar. Nur wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt können Wassersportler mit dem Boot direkt in den Karl-Heine-Kanal ablegen.

Quelle: Stadt Leipzig, Mitteldeutsche Zeitung, Gesundheitssportzentrum, privat

Dokumenten Information
Copyright © rottenplaces 2016
Dokument erstellt am 22.09.2016
Letzte Änderung am 22.09.2016