urbEXPO 2016: Bewerbungsphase hat begonnen

Ehemaliger Rummelplatz mit Riesenrad in Pripyat. Foto: (WT-en) RealLeo

Bochum (aw). Nach der urbEXPO ist vor der urbEXPO. Während sich das Jahr 2015 dem Ende neigt, startet die Bewerbungsphase der Fotografieausstellung urbEXPO für das kommende Jahr – die voraussichtlich 17 Tage im August oder September in Bochum stattfinden wird. Wie erwachsen die einzige europäische Ausstellung, die ausschließlich fotografische Positionen zu den Themen Lost Places, Ästhetik des Verfalls und Architektur im ländlichen und städtischen Raum thematisiert, geworden ist, zeigt sich anhand der neuartigen Kriterien für eine potenzielle Teilnahme. Während sich die Künstler in den Vorjahren überwiegend mit einander ähnelnden Motiven nicht großartig unterschieden, möchte man kommendes Jahr neue Wege gehen.

Doch wie trennt man die Spreu vom Weizen? Mit dieser Frage haben sich die Organisatoren der urbEXPO sorgfältig beschäftigt und einige Anregungen für Bewerber formuliert. Neben monotonen Motiven zu Lost Places in den Vorjahren möchte man drei- oder vierteilige Fotoserien pro Fotograf präsentieren, um zu zeigen, wie unterschiedlich, künstlerisch definierend sich selbige mit ihren „Motiven“ auseinandergesetzt haben. Erstmalig bietet man auch die Möglichkeit, Luft- und Außenaufnahmen von Lost Places einzureichen. Zudem möchte man Fotografien zeigen, die außerhalb Europas entstanden, wie auch spezielle Lost Places, die unterirdisch, oder unter Wasser zu finden sind – z. B. Flugzeug- oder Schiffswracks.

Da das Jahr 2016 historisch ein besonderes ist – die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima jähren sich zum 30. bzw. zum 5. Mal – möchte das Organisationsteam bewusst Fotografen ansprechen, die sich in beiden „Todeszonen“ nicht nur bewegt, sondern diese auch entsprechend dokumentiert haben. Die neuen Kriterien sind vor allem als Anregung zu verstehen, sich mit dem Thema Lost Places fotografisch auseinanderzusetzen. Wer sich für die urbEXPO 2016 bewerben möchte, kann 7 bis 14 Arbeiten auswählen und die zugehörigen Angaben über ein Formular übermitteln. Zusätzlich sind die persönlichen Angaben des Bewerbers anzugeben.

Das Organisationsteam freut sich über aussagekräftige und vor allem erfrischend neue Sichtweisen – fernab des Mainstreams – rund um Lost Places weltweit. Die Bewerbungsphase endet am 20. März 2016.

Hinweis: Wer einige Werke der Künstler, die über die Jahre an den urbEXPOs teilgenommen haben, betrachten möchte, hat die Möglichkeit, diese im Rahmen der Photo+Adventure in Duisburg unter dem Titel „RETROSPECTIVA I“ zu sehen.

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