Urbanes Kunstfestival ibug 2018 in ehemaliger „NAPLAFA“

In der ehemaligen Nadel- und Platinenfabrik „NAPLAFA“ findet die ibug 2018 statt. Foto: A. Winternitz/rottenplaces.de

Chemnitz (aw). In diesem Jahr findet das urbane Kunstfestival „ibug“ (Industriebrachenumgestaltung) in der ehemaligen Nadel- und Platinenfabrik „NAPLAFA“ an der Waplerstraße in Chemnitz statt. Ab dem 17. August werden 120 Künstler aus der ganzen Welt die Industriebrache in ein buntes Gesamtkunstwerk verwandeln. Die ibug öffnet dann vom 24. bis zum 26. August sowie vom 31. August bis zum 2. September die Türen für die Besucher. Die mittlerweile 13. Auflage des Festivals wird wieder eine faszinierende Symbiose aus Malerei und Graffiti, Illustrationen und Installationen, Performance und Multimedia – kombiniert mit ruinösem Charme bilden.

Mehr als 120 Künstler

Teilnehmen werden u.a. die Graffiti-, Streetart- oder Medienkünstler Various & Gould (D), Kera 1 (D), UderとSchindl (D), Tape That (D), PlusMinus3 (D), Milo (CZ), Inso Mundo (CH), Chinagirl Tile (A), Opiemme (I), Angel Toren (E), Spidertag (E), Elparo (F), Arthur Louis Ignoré (F), Wasp Elder (GB), Jo Higgs (GB), Helen Bur (GB), Lost Optics (RO), Alonso Cisneros (USA), Ilana Pichon (CDN), Halo (BR), Colectivo Licuado (ROU) oder Metzican (MEX) ihre teilweise politischen, exzentrischen oder skurrilen Werke zeigen. Schon während der vergangenen ibug-Festivals wurden die Besucher von der Bandbreite der Kreationen fasziniert.

Während der ibug in der „Stadt der Moderne“ gibt es ein umfangreiches Festivalprogramm mit Führungen und Filmen, Diskussionen und Künstlergesprächen, einem Kunstmarkt, Livemusik und Partys. Zwischen den Festivalwochenenden werden Workshops und Projektunterricht für Schulklassen sowie individuelle Führen durch die Brache angeboten. Dazu startet in diesem Jahr erstmals ein Ticket-Vorverkauf online.

Symbiose und Grundgedanke

Die ibug will mit zeitgenössischer, urbaner Kunst das Verlassene zu neuem Leben erwecken und so an das Vergessene erinnern. Mit dem Fokus auf den Zeugen und Überresten sächsischer Industriekultur wird dabei die Verbindung zu Geschichte, Kultur und Architektur aufgezeigt. 2006 startete die ibug auf Initiative des Künstlers „Tasso“ in Meerane (Landkreis Zwickau), der nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten suchte. Aus der ersten Industriebrachenumgestaltung entwickelte sich über die Jahre ein hochklassiges Event, welches weit über die Bundesrepublik hinaus bekannt ist. 2017 war nach Angaben des Veranstalters das erfolgreichste Jahr seit der Gründung der ibug. Mehr als 15.000 Besucher kamen für die ibug nach Chemnitz.

Veranstaltet wird die ibug unter Trägerschaft des KulturTragWerk Sachsen e.V. und gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und durch die Stadt Chemnitz. Weitere Informationen zur ibug 2018 gibt es online unter www.ibug-art.de

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