Unterstützung für Kirche in Groß Midlum

Hinte (dsd). Die Kirche von Groß Midlum in Hinte ist eine der ältesten Kirchen Ostfrieslands. Nach fünfzig Jahren ist nun eine Dachsanierung der Saalkirche erforderlich, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) insbesondere dank ihrer treuhänderischen Dr. Klaus und Dorothea Platte-Stiftung mit 50.500 Euro unterstützt werden kann. Die Kirche war früher Rückzugs- und Schutzort vor den Fluten der Nordsee und ist eine der ältesten Kirchen in Ostfriesland. Sie bietet Raum für zahlreiche Gläubige und besitzt – wie auch an anderen Orten in Friesland und Ostfriesland – nahezu kathedralartige Ausmaße. Die einschiffige Saalkirche ist in Backstein errichtet, Baubeginn war gegen Ende des 13. Jahrhunderts mit den Merkmalen des Übergangs von der Romanik zur Gotik. An der Nordwand sind noch die leicht spitzbogigen zugemauerten Fenster aus der Bauzeit erkennbar. An der Apsis als vermutlich ältestem Bauteil dagegen finden sich noch rundbogige Fenster mit eingelegten Rundstäben.

Das Innere war ursprünglich gewölbt, die mehrfach gegliederten Wandpfeiler, die es einst trugen, sind noch vorhanden. Heute deckt ein hölzernes Spiegelgewölbe von 1839 den Raum. Der eigentliche Chor ist durch einen spitzbogigen Triumphbogen vom Kirchensaal abgetrennt. Der hölzerne Dachstuhl aus Eiche stammt noch aus der Erbauungszeit.

Durch das Nordseeklima finden sich starke Zerstörungen in den Außenbereichen, insbesondere an den Ziegeln und Fugen. In den Auflagerbereichen der Traufwände sind Fäulnisschäden zu finden und die Dachanschlüsse zu den Giebeln und Entwässerung der Traufbereiche sind schadhaft. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Instandsetzung dieses bedeutenden Kirchenbaus Ostfrieslands, der damit zu den über 320 Denkmalen zählt, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Niedersachsen fördern konnte.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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