Unterfränkisches Grenzmuseum Bad Königshofen

Foto: Wikimedia Commons/Mateusz War./CC BY-SA 3.0

1966 wurde die erste Ausstellung, die die Region der Grenze thematisierte in der Grenzinformationsstelle in Breitensee eröffnet. Der Verein für Heimatgeschichte der historischen Aufarbeitung der DDR-Grenze und ihrer Folgen nahm sich Grabfeld an, sicherte die Exponate und konnte schon 1992 in zwei Räumen des Kurzentrums in Bad Königshofen ein „Grenzmuseum“ eröffnen. Das Regime der DDR wurde darin ebenso erklärt wie der Aufbau der Grenzanlagen. Die Ausstellung dokumentierte 40 Jahre Zeitgeschichte. Das Grenzmuseum musste im Zuge der Sanierung des Kurzentrums im Oktober 2000 nach Schloss Wolzogen in Mühlfeld ausweichen. Hier konnte ein Teil der Exponate weiterhin eine provisorische Aufstellung erfahren. Unterdessen liefen jedoch bereits die Planungen für die dauerhafte Neueinrichtung eines Museums zum Thema Grenze in Bad Königshofen an. Nun jedoch sollte das Verbindende, das „Beiderseitige“ der Grenze im Mittelpunkt stehen.

Unter dem Titel „Museum für Grenzgänger – Nachbarn im Grabfeld“ wurde die Ausstellung am 17. Juni 2006 eröffnet. Sie umfasst etwa 150 Quadratmeter und entspricht in ihrer Gestaltung und technischen Ausstattung (Medienräume) heutigen Ansprüchen an ein modernes Museum. Seitdem sind wechselnde Ausstellungen im Museum zu sehen.

Unterfränkisches Grenzmuseum Bad Königshofen
Zugang über das Archäologische Museum Bad Königshofen
Martin-Reinhard-Str.9, 97631 Bad Königshofen
www.museum-fuer-grenzgaenger.de

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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