Überfall auf Fotografen in der Blub-Ruine

Berliner Luft- und Badeparadies (Blub). Foto: rottenplaces Archivfoto.

Berlin (aw). Eigentlich sollte es schon längst abgerissen sein, das ehemalige Berliner Luft- und Badeparadies (Blub) in Berlin (wir berichteten), denn ein Investor möchte hier im großen Stil Wohnungen bauen. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Bränden in den Gebäuden auf dem Areal. Jetzt musste die Polizei anrücken. Ein 22-Jähriger hatte sich am Mittwochnachmittag in die Ruine begeben, um Fotos zu fertigen. Während der Motivsuche begegnete der junge Mann zwei Männern, die ihn zur Herausgabe seiner Digitalkamera aufforderten. Als er dieser Forderung nicht nachkam, schlug ihm einer der Männer ins Gesicht, brach ihm dabei die Nase und entwendete die Kamera.

Wie die Polizei mitteilt, hatten die beiden Männer vermutlich drei Komplizen, die an den Ausgängen „Schmiere“ gestanden haben sollen. Alle flüchteten gemeinsam. Jetzt ermittelt das Kommissariat wegen Raubüberfall und Körperverletzung. Der 22-Jährige musste sich im Krankenhaus behandeln lassen. Seit der Aufgabe des einstigen Spaßbades tummeln sich Vandalen, Obdachlose und Jugendliche auf dem Gelände herum, wiederholt wurden illegale Partys gefeiert.

2 Kommentare

  1. Ich bezweifele, dass sich Obdachlose „tummeln“. Eher suchen Obdachlose einen ruhigen Schlafplatz, an dem sie halbwegs sicher vor Überfällen und widrigen Wetterverhältnissen sind, denn bedenke: das Leben als Obdachloser auf der Straße ist ein täglicher Kampf ums Überleben!

  2. Wieder ein Beispiel , dass man als Fotograf von „verlassenen Objekten “ mehr oder weniger gefährlich lebt.
    Aus eigener Erfahrung ist es angebracht, großen Wert auf die eigene Sicherheit zu legen .
    Möglichkeiten gibt es viele!

    Wegen einer Digitalkamera einen Menschen krankenhausreif zu schlagen ….. , hoffe ,
    die Polizei kann die Täter ermitteln um sie zur Verantwortung zu ziehen.

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