Über 6,5 Mio. Euro für Kloster Unser Lieben Frauen

Magdeburg (pm). Die Landeshauptstadt Magdeburg erhält mehr als 6,5 Millionen Euro für eines ihrer bedeutendsten und ältesten Gebäude: das Kloster Unser Lieben Frauen. Das Geld stammt aus dem EFRE-Fonds und dient der Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes Sachsen-Anhalts. Die Bewilligungsbescheide über die Zuwendungen bekam Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute vor Ort von Staats- und Kulturminister Rainer Robra überreicht. Danach führte Dr. Annegret Laabs, Leiterin des im Kloster befindlichen Kunstmuseums der Stadt, die Anwesenden durch das historisch bedeutsame Gebäude und die Sammlung.

Die bewilligten Zuschüsse stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und werden für zwei Bauvorhaben genutzt: Zum einen sollen der Nordflügel des Kunstmuseums und zum anderen der Innenraum der Klosterkirche bzw. Konzerthalle saniert und für Besucher*innen aufgewertet werden. Insgesamt stehen für die Sanierung des Nordflügels des ehemaligen Klosters rund 4,3 Millionen Euro zur Verfügung; 3,4 Millionen Euro trägt das Land Sachsen-Anhalt, die verbliebene Summe die Landeshauptstadt Magdeburg. Bis Ende 2021 sollen mit den bewilligten Fördermitteln der gesamte, teils desolate Zustand des obersten Tonnengewölbes beseitigt sowie das Dachgeschoss und der so genannte „Olymp“ umfassend saniert und aufgewertet werden. Ferner sollen die derzeit nicht öffentlich zugänglichen Bereiche im Dach des Nordflügels und dem sich angrenzenden „Olymp“ für den Besucherverkehr erschlossen werden.

Für die Instandsetzung des Innenraums der Klosterkirche bzw. der Konzerthalle stehen dem Kunstmuseum insgesamt 4 Millionen Euro zur Verfügung: Das Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich daran mit 3,1 Millionen Euro, die Landeshauptstadt übernimmt einen Eigenanteil von rund 926.000 Euro. Im bewilligten Projektzeitraum sollen der Innenraum der gesamten ehemaligen Klosterkirche grundlegend saniert und die mittelalterlichen Gebäudeoberflächen wiederhergestellt werden. Auch das im 2. Weltkrieg zerstörte, fehlende Gewölbe über dem Ostchor soll rekonstruiert und die Westempore für den Besucherverkehr erschlossen werden. Im Ergebnis wird damit der komplette Raumeindruck des 13. Jahrhunderts wiederhergestellt.

Die Förderung durch die Europäische Union bezweckt die Erhaltung und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes als wesentliches Element der Identität einer Stadt oder Region. Durch die Maßnahmen sollen die Stadt und ihre Kulturgüter für Bürgerinnen und Touristinnen nachhaltig attraktiver gemacht und eine Erhöhung der Besucherzahlen generiert werden.

Hintergrund zum Kloster Unser Lieben Frauen

Das Kloster Unser Lieben Frauen wurde um 1015 bis 1018 durch den Magdeburger Erzbischof Gero gegründet. Der Nordflügel des Gebäudekomplexes wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Mittelpunkt der Anlage bildet der 48 Meter lange Refektoriumssaal im oberen Tonnengewölbe, der zu einer der bedeutendsten und größten erhaltenen Räume der Romanik zählt. Seit 1960 gehört der Gebäudekomplex um die ehemalige Klosterkirche zu den Museen Magdeburgs und beherbergt das Kunstmuseum der Landeshauptstadt. In den drei übereinanderliegenden Tonnengewölben ist seit 1975 die Sammlung zeitgenössischer Kunst untergebracht. Zudem wird die Klosterkirche auch als Konzerthalle genutzt sowie für besondere Kunstausstellungen.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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