Tuchfabrik Hoyler

Karl Friedrich Hoyler kaufte 1902 die Münster’sche Tuhfabrik im Christophstal und produzierte hier hochwertige Stoffe. 1914 ging der Betrieb an Hoylers Sohn. Als letzterer zum Kriegsdienst berufen wird, führt der Vater die Produktion fort, stirbt jedoch 1917. Aus diesem Grund ruhte der Betrieb bis 1919. Dann nimmt der Sohn Hoylers wieder die Geschäfte auf. 1922 wird das Unternehmen nicht nur modernisiert, sondern auch großzügig erweitert. 1926 erfolgt die Umbenennung in „Tuchfabrik Christophstal G.m.b.H.“. Nur ein Jahr später ermöglicht ein florierendes Geschäft einen erneuten Ausbau des Firmenareals. Im selben Jahr wird die heutige Straße, die damals noch über das Hoylersche Areal führte, umgelegt. Diese besteht so bis heute.

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Nach ersten Testphasen 1932, die Tuchfabrik um eine Färberei zu erweitern, geht dieser zusätzliche Geschäftszweig 1936 in Produktion. Im selben Jahr trennt man die Produktion sowie den Versand und firmiert ab sofort als „Tuchfabrik Hoyler & Co.“. Den Versand führt man unter dem Namen „Versandhaus Christophstal Huber & Co.“ weiter. Ab sofort bestehen jedoch keine gemeinsamen geschäftlichen Interessen mehr. In den Folgejahren werden diverse Erweiterungen und Modernisierungen umgesetzt. 1952 liefert man Produkte in die ganze Welt. Nur zehn Jahre später wird der Betrieb eingestellt.

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Quellen: christophstal-freudenstadt.de, Sonnet, privat

Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 24.10.2016
Letzte Änderung am 24.10.2016

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.