Textilgroßhandel Erfurt

Leider haben wir zu diesem Objekt noch keine relevanten und chronologischen Daten für unsere Datenbank recherchiert, oder arbeiten gerade unter Hochdruck an der Aktualisierung dieser Objektseite. Sollten Sie nähere, geschichtliche oder allgemeine objektbezogene Informationen über dieses Objekt besitzen und diese mit Quellen belegen können, dann wenden Sie sich doch bitte an die Redaktion. Auf Wunsch geben wir Sie dann auch gerne in unserem Quellenverweis an.

Im Dezember 2014 wurden die Abbrucharbeiten am 1912 erbauten historischen Textilkontor der „Deutschen Einkaufsgenossenschaft für Kurz-, Weiss- und Wollwaren“ in Erfurt ausgeführt. Der marode, aber doch imposant anmutende Riesenbau, der viele Jahre das Quartier rund um die Theodor-Neubauer- und Werner-Uhlworm-Straße geprägt hatte und für dessen Erhalt sich Erfurter Denkmalpfleger stark gemacht hatten, galt als einer der größten Stahlbetonbauten Erfurts. Seit Jahrzehnten gab es keine tragfähigen Nutzungskonzepte, trotzdem wurde (leider nur) von einigen wenigen Erfurtern gegen einen Abbruch argumentiert – mit dem Verweis auf die Industrie- und Genossenschaftsgeschichte.

Eine Stuttgarter Immobilienfirma, der das Grundstück gehört, hatte den Abbruch beantragt um dort neue Wohngebäude zu bauen. Ein Umbau des Kontors in Wohngebäude war wegen der vorliegenden Gebäudetiefe sowie Erschließungs- und Belichtungsproblemen verworfen worden. Auch das Investitionsvolumen wäre dafür – laut Eigentümer – zu hoch gewesen. Die mit dem Abbruch beauftragte Kirchner GmbH setzte für die mächtigen Stahlbetonelemente einen Pulverisierer ein, der sich Stück für Stück durch das „Stadtschloss“ – wie einige Erfurter das Gebäude liebevoll nannten – fraß.

Über die Jahre wurde immer wieder ein Abbruch diskutiert. Während der Stadtplanung und Politik aufgrund der Belastung für umliegende Wohungen das Gebäude lange ein Dorn im Auge war, einige Erfurter das Kontor gerne in ein Stadtmuseum umgewandelt hatten, trugen Denkmalpfleger zahlreiche Gründe für einen Erhalt vor – doch vergebens.

Dokumenten Information
Copyright © rottenplaces 2012
Dokument erstellt am 28.04.2012
Letzte Änderung am 20.12.2014

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here