Tage des „Minsk“ sind gezählt

Terrassenrestaurant Minsk am Brauhausberg. Foto: Karstenknuth

Eine Groß-Kita sollte als letzter Rettungsversuch das in den 1970er Jahren gebaute Terrassenrestaurant „Minsk“ am Potsdamer Brauhausberg vor dem Abriss bewahren. Jetzt teilte die Stadt mit, dass der Landessportbund (LSB) die geplante Kita im Gebäude nicht benötige. Doch die Bedingung der Verwaltung war die Aufnahme des „Minsk“ in die Kita-Bedarfsplanung für die Übergabe der Immobilie. Jetzt könnten die Abrissbagger anrücken. Einen Antrag der Bürgerinitiative Pro Brauhausberg auf Denkmalschutz lehnte das Landesdenkmalamt 2011 ab. Gegen den drohenden Abriss hatten sich in der Vergangenheit zahlreiche Initiativen gebildet. Geht es nach der Rathausspitze, werden nach dem Verschwinden des Terrassenrestaurants mit dem wunderbaren Weitblick Wohnungen gebaut. Mit den Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf will man das bereits im Bau befindliche Bad am Brauhausberg finanzieren.

Das „Minsk“ wurde 1977 zu Ehren des 60. Jahrestages der „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“ als weißrussische Folklore-Gaststätte eröffnet. Das Terrassenrestaurant verfügte über 190 Innen- und 120 Terrassenplätze. Nach der Wende stellte man den Betrieb ein, seitdem verfällt die Immobilie. (aw)

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