Stuhlfabrik vorerst verschont

Geringswalde (aw). Eigentlich wollte die Stadt Geringswalde (Landkreis Mittelsachsen) den einstigen Volkseigenen Betrieb (VEB) Sitzmöbel/Tische (Simöti) an der Bahnhofstraße abreißen lassen. Nach dem Kauf des Geländes war der Abbruch seit Juli dieses Jahres beschlossene Sache. Man hatte sich mit der Eigentümerfamilie nach zähen Verhandlungen auf einen Kaufpreis von 75.000 Euro geeinigt (wir berichteten). Als die Landesregierung die Modalitäten änderte, kam eine Förderung nur noch in Betracht, wenn die Immobilie vom Eigentümer als herrenlos erklärt oder die Stadt das Areal über eine Zwangsversteigerung erstehen würde. Jetzt wurde bei der jüngsten Sitzung des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG) bekannt, dass das Programm „Brachflächenrevitalisierung“ von derzeit zehn Million Euro jährlich auf 100.000 Euro in den beiden kommenden Jahren beschränkt wurde. Damit sind bisher geplante Maßnahmen zur Beseitigung von Altlasten erst einmal Geschichte. Für bisherige Vitalisierungsvorhaben, so Sachsens Umweltminister Schmidt (CDU), stünden noch finanzielle Mittel aus den Vorjahren zur Verfügung.

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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