Städtebauförderung: 150 Millionen Euro fließen nach Westfalen

Symbolfoto. Foto: Christian v. R./pixelio.de
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Berlin/Düsseldorf (aw). Mehr als 150 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln fließen 2017 nach Westfalen. Mit dem Geld werden rund 140 Projekte in der Region gefördert; dabei geht es unter anderem um die Neugestaltung von Stadtzentren, die Stärkung benachteiligter Viertel, Programme zur Bürgerbeteiligung und den Umbau städtischer Einrichtung. Zentrale Themen sind dabei der soziale Zusammenhalt und die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen. „Die Kommunen in NRW stehen vor großen Herausforderungen – wir wollen, dass unsere Stadtviertel und Wohnquartiere auch in Zukunft eine Heimat für ganz unterschiedliche Menschen bieten, für Junge und Alte, für Reiche und Arme, für Einheimische und Zugewanderte. Ich möchte mit einer vorsorgenden Stadtentwicklungspolitik Quartiere schaffen und erhalten, die zu guter Nachbarschaft einladen“, sagte Bau- und Stadtentwicklungsminister Michael Groschek.

Bund, Land und EU unterstützen in diesem Rahmen erstmals Städte beim Abriss von Schrottimmobilien. Vernachlässigte und baufällige Häuser sind vor allem in den Ruhrgebietsstädten ein Problem mit Auswirkungen auf ganze Stadtviertel. Die Stadt Hamm investiert daher bereits seit mehreren Jahren in den Ankauf und Abriss solcher Gebäude. Über das „Modellvorhaben Problemimmobilien“ erhalten Hamm sowie Gelsenkirchen, Hagen, Herne und Dortmund nun Fördermittel im Kampf gegen die Verwahrlosung. Ein besonderer Schwerpunkt der Städtebauförderung 2017 ist das gemeinsame Bekenntnis von Bund und Land für eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der sozialen Integration im Quartier. Darüber hinaus werden mit dem Modellvorhaben „Problemimmobilien“ in diesem Jahr NRW-Kommunen unterstützt, die in besonderem Maße von Überbelegung und Verwahrlosung von Immobilien durch Zuwanderer aus Süd-Ost-Europa betroffen sind.

Weitere zentrale Handlungsfelder des Städtebauförderprogramms 2017 sind die Um- und Neugestaltung des öffentlichen Raumes, die Herstellung von Barrierefreiheit/Barrierearmut und die energetische Erneuerung der sozialen Infrastruktur in den Quartieren. Auch der Umwelt-, Klima und Ressourcenschutz, die biologische Vielfalt, die Gesundheit und der soziale Zusammenhalt spielen eine große Rolle.

An der Finanzierung der im Programm vorgesehenen Investitionen in Höhe von 430 Millionen Euro beteiligen sich das Land Nordrhein-Westfalen mit 175 Millionen Euro, die Bundesrepublik Deutschland mit 134 Millionen Euro, die EU mit 16 Millionen Euro und die Kommunen mit 105 Millionen Euro. „Mit fast einer Milliarde Euro stellen wir den Ländern in diesem Jahr so viel Mittel für die städtebauliche Förderung zur Verfügung wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Gemeinsam mit den Ländern unterstützen wir damit die Städte und Gemeinden bei der Herausforderung, sich an die demografischen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen städtebaulich anpassen zu können. Damit stärken wir auch die soziale Stadtentwicklung und das soziale Miteinander in unseren Quartieren“, so Bundesbauministerin Barbara Hendricks.

Die Programme der Städtebauförderung verbessern spürbar die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt der Menschen. Deshalb investieren Land, Bund und EU in diesem Jahr 325 Millionen Euro in die kommunale Infrastruktur und damit 64 Millionen Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. In diesem Jahr erhalten 185 Städte und Gemeinden in NRW für insgesamt 243 Projekte Städtebaufördermittel. Eine Übersicht der in Nordrhein-Westfalen untertsützten Projekte finden Sie auf www.mbwsv.nrw.de

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